Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1855)
- Article
- Aus Hamburg
- Date
- 1855-07-01
- Page
- 556 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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658 Gcmelndewesrri. ziehiing unserer Kinder, aus die die Mütter einen so vorwiegenden Einfluß haben, sehr, sehr schlecht bestellt sein. Unter solchen Verhältnissen ist es wahrlich eine eben so merkwürdige als erfreuliche Thatsachc, daß trotz allem dem daö jüdische Leben hier noch einen so weiten Kreis wackerer An bänger selbst unter jungen Männern findet, die trotz aller Verlockung, trotz mancher Entbehrung unserer alten Fahne treu geblieben sind. Um so mehr ist es zu bedauern, daß diese Männer in Bezug auf ihre Kenntniß dessen, wofür sie so bereitwillig jedes Opfer bringen, lediglich auf sich angewiesen sind, daß kein belehrender Vortrag ihr Urtheil läutert, sie über daö, was sie zu thun haben aufklärt, kein anregendes Wort sie in ihrem schonen Streben ermuntert und hält- Einige Aushilfe hat das dringendste Bedürfniß sich zu verschaffen gewußt, indem einige Privatleute am Sabbath in verschiedenen Localen Vorträge halten; Einer hat die Erklärung des Raschi, ein Anderer die des Kusari, ein Dritter die hagadische Eregese zum Inhalt. Auch hat ein Verein, der sich zum Andenken des seligen BernayS אוהל יצחק nennt, zum Zweck, die Mitglieder an verschiedcnen Abenden der Woche zum gemeinschaftlichen ״Gemarahlernen" zu versammeln. Wirksamer als alle diese vereinzelten Privatbestrebungcn können die Institute wirken, die unter dem Namen der ״Klausen" bestehen. Es gehören diese herrlichen Stiftungen zu den frommen Vermächtnissen der vergangenen Zeit, in der bei unseren Reichen noch das Gefühl für hie Erhaltung der הוריה lebendig genug war, um sie zu veranlassen, einen großen Thcil ihreö Vermögens für Legate zu bestimmen, die cs möglich machen, Männer für das Studium der הורה zu erhalten. Es bestehen hier mehrere solcher Anstalten und darunter zwei ziemlich reich dotirte. Die Bedeutendsten haben nach der Verfügnng der Legatoren nicht nur den Zweck, den dabei angestellten Männern eine sorgenftcte Existenz zu sichern, damit sie für sich dem Studium obliegen können; es ist vielmehr die ausgesprochene Absicht, daß sie beitragen sollen: להרביץ חורה בישראל• Nun sind die jetzigen Verwalter dieser Institute zwar sehr gewiffenhaft in Befolgung der letztwilligen Bestimmungen, in Bezug auf di« Straße, in der die Anstalt sich befinden sollte, obwohl diese Bestimmung ganz andere Umstände vor Augen hatte, als jetzt nach