Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-05-01
- Page
- 426 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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426 Sabbath. 'היום לר, denn ©ett heilig sei der Tag! Am Sabbalb war das Manna nicht ans dem Feld zu finden. Vierzig Jahre lang ward da» Volk gelehrt כי לא ^•ל ׳הלחם לבדו יחיה האדם das! das reu Mcnschcnknnst der Natur «!׳gewonnene Brod es allein nicht f׳'i, was den Men jeden nähre; ׳בי על כל טוצא פי ד' יהיה האדם Indern, das Wohlgefallen Gottes der Mensel! ZN sucden dade. Vierzig Jahre lang ward das Volk gelehrt, daß Gott den Fleiß dcö Menschen wolle, daß er seine Wochentage nicht zu Feiertage» mael׳e» solle, daß er aber nicht ganz in dieses Nahrnngsstreben ausgehcn dürfe, nicht die Gegenwart der Zukunft opfern solle, daß ihm der morgende Gotteösegen so gewiß wie der heutige sei, er gottvertrauend mit jedem Tage sich freuen, und gottvcrtrauend am siedtenTage rasten dürfe,— baß nur Gottvertrauen Gr- Haltung dringe und Segen, das gottverleugnend Gespeicherte adcr den Keim der Verwesung in sich trage. llnd diese so einfach scheinende Lehre, für welche die Vater vierzig Jahre lang erzogen worden, soll Israels Grdthcil!׳leiden für und für. Denn so einfach diese Lehre scheint, so tragt fic doch und sic allein die Heiligung, die Freude, den Frieden und den Segen der Menschheit in ihre»! Schooß. Mit dem Saddath beginnt die Umwandlung des Menschen. Der Mensch des Sabbathö ist ein anderer Mensch. Mit andern Augen siehct er die Natur und die Geschichte, Gott und Menschheit an, mit andern Augen sich und seine Beziehungen zur Natur und zu Gott und zum Brudcrmeuschcn. Er kriecht nicht vor der Natur, er zittert nicht vor ihr, er beugt nicht seine Knie vor den ״Fruchtgrabcrn und den Flcdermausen" — der Name Gott bat ihn frei gemacht, frei von dem Schrecken der Natnrgewalte»; über alle Majestät der Natur hebt das GotteSdündniß seine Seele, ״im Himmel hat er nur Ilm, und außer Ihm bedarf er nichts auf Grdenl" Er tyrannisirt nicht die Natur. Der Name Gott hat ihn bescheiden gemacht. Mit aller seiner naturherrschcnden Meisterkraft beugt er bescheiden sein Haupt vor dem Einen hoher» Schöpfer und Meister und will die ihm verliehene Mcisterkraft nur im Heiles-