Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-05-01
- Page
- 424 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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424 Sabbath. nicht Eine ihn verehrende und liebend zu ihm htnneigcnde Menschenscelc auf! 0011 aber erkennen und Gott vertrauen ist der erste Grundstein der ganzen Gottcslchre. Vor aller Gesetzgebung steht darum der Sabbath um diese Erkenntniß Gottes und dieses Gottesvertrauen zu begründen, und im erkennenden Gottes'- vertrauen dich erprobend zu erziehen! למען אנסנו הילך בחורחי אם לא♦ Gott Tempel bauen, Gott Altäre schmücken, Gott Hallelujahs singen, in Worten, in Gedichten, in Hymnen Gottvertrauen preisl-n, — daS macht'ö nicht auö; — seinen Namen im Munde führen, aber im Leben nicht den Muth haben, denkleinsten erreichbaren Gewinnst um seines Namenö willen zu lassen, den kleinsten erreichbaren Genuß um seinesNamens Wille» zu büßen — das ist es nicht; — in Tempeln Gott, aber im Leben der Kreatur zu dienen, das ist das Judenthum nicht, das ist mit!lichten die jüdische Freiheit, die die Menschheit zu erlösen und zu beglücken gesendet ist- Im Leben, durcbs Leben deine Gotteserkenntniß, dein Gottvertrauen zeigen, freudig bereit sein in Wüsteneien zu folgen, wenn dorthin deines Gottes Wort mit Weib und Kind dich ruft, freudig bereit sein, um deines Gottes willen Hab und Gut; Verdienst und Genuß, Kraft und Leben einznsetzen, nicht zittern, wenn um deines GotteS Wortes willen die Welt dir um dich zur Wüste würde, nicht zittern, wenn um dieses deines Gottes Wortes willen du die Gunst der Natur und der Menschen verlieren müßtest, nicht zittern, wenn um dieses deines Gottes Wortes willen dir alles künstliche Brod und alle Fleischtöpfe Egyptens versagt würden und du nur Tag für Tag auS deines GotteS Händen die tägliche Nahrung für dich und die Deinen hinzunehmen hättest, nicht zittern, wenn du heute nicht mehr weißt, wo du morgen dein Brod hernehmen werdest, und nicht nur nicht zittern, in heiterem Gottesvertrauen heute dein Brod zu verzehren, wenn du auch nicht wüßtest, wovon du morgen mit de» Deinen leben sollest — als Moder und Fäuluiß achten, waS der Mensch in gottvcrläugnendcr Engherzigkeit sammelt und genießet, heitern Gottessegen aber von dem Kleinsten erwarten, welches Gott dem peinen, ihm wohlgefälligen Mühen des Menschen spendet