Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-05-01
- Page
- 423 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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8. Der Sabbath in der Wüste. 428 40 Jahre bis sie zu bewohntem Lande kamen. DaS Manna aßen sie bis sie an die Grenze deö Lande- Kanaan kamen. Stehe da den Sabbath jeder Hütte, jeder Menschenseele geschenkt und das Leben eines ganzen Geschlechtes hindurch zwettausendmal verbrieft und besiegelt! Was zitterst du vor den Gewalten der Natur, waö buhlest du um ihre Gunst — der Sabbath reißt dich weg von ihren Altären und wirft dich in die Arme deines Vaters, zeigt Dir den Einen Einzigen Meister und Herrn der Natur, so hoch, so allgewaltig, so allmächtig das All beherrschend, dir, dir mit innigster Liebe nahe, zeigt׳ dir רוכב שמים ב^זרך, den Wcltenhimmcllcnkcr — dir zur Seite! Der Sabbath weist dir deine Stellung über die Natur, außerhalb der Natur, im Bunde mit ihrem und deinem Gott. Er, der der Sterne Zahl bestimmet, Er, der den Sternen Namen gicbt, Der große, allmächtige, die Unendlichkeit mit seinem Geiste umspannende Meister, Er — giebt jeder bescheidenen Mcnschenscele Dauer, Und wirft die Bösen zu Boden! Der die Himniel mit Wolken bedeckt, Der der Erde Regen bereitet, Der Bergen Kräuter sprossen läßt, Der giebt dem Thiere ja sein Futter De» jungen Raben, um was sie schreien. Der will nicht, daß der Mensch auf Rossesstärke traue, Nicht, daß der Mann auf Schenkelmuökel baue, Die ihn verehren, denen ist er liebend nahe, Die auf seine Liebe hoffen. So nahe, wie er dem großen Ganzen des Weltalls ist, so nahe ist er jeder einzelnen Menschenseele, und übet die ganze Fülle seiner Welten beherrschenden Macht, die ganze Fülle sei- »er Welten speisenden Liebe zum Heile einer einzelnen, armsten Menschenseele. Ihm ist es nicht zu geringe, in Menschenhütten jedeeinzelne Haupt zu zahlen, er lasset Himmel und Erden kreisen, um Tag für Tag Eine darbende Menschenseele zu speisen; denn Himmel und Erde wiege« bei Gott