Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 6 (März 1855)
- Article
- Jüdisches Gemeindewesen
- Date
- 1855-03-01
- Page
- 326 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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326 Jüdische« Gemcindcwesen. lichsten Beschauer klar: auf die allvcrbreitestc gediegenste Kenntnis! der Thora in allen Schichten der Gemeinde l׳at die Thora gerechnet, als sie die Wahl ihrer Organs nnd Lehrer und deren Controllirung in den Schooß der Gemeinde selbst niederlegte, als sie ihren Schutz und ihre Forderung der Gemeinde anvertraute. Ans ein PriestervolZ hat sie gerechnet, und nur in der Mitte eines PriestervvEed kann ein solcher Organismus lebendig werden. Lasset die Tborakenntnis! in der Gemeinde blühe», lasset die Gemeinde erfüllt sein von dem Bewußtsein des vollen Gehaltes und Inhalts und Geistes der Thora, und sie werden nur solche Männer zu ihrer Vertretung, zur Handhabung ihres Heiligthums, zur Leitung ihrer religiöse» Angelegenheiten, zur Ausführung ihrer heilige» Zwecke, mit einem Worte zu ihren Vorständen wählen, in denen eben dieser Geist und dieses Brwusitsein nnd diese Kenntnis! am meisten hcrvorleuchtcn, die am meisten Krnntnisi von den Thorazwecken der Gemeinde haben und am meisten Begeisterung und Hingebung für diese Zwecke bcthätigrn, werden diese Kenntnis! und diese Treue als die erste Bedingung zur Wählbarkeit eines Mannes zum jüdischcn Gcmcindevorstand setzen und erst in zweiter Linie auch die sociale Stellung desselben und seine Fädigkeit zur äußern Vertretung der Gemeinde erwäge». Lastet die Thorakenntnis! in der Gemeinde blühen, und die Gemeinde wird nur den מומחה לרבים / wird nur den zu ihrem Rabbinen erwähle«, den als ihren Rabbinen anerkenne», der sich ihnen, diesen רמים/ der sich ihr, der Gemeinde, als der Tüchtigste und Wackerste in Kenntnis! und Erfüllung der Thora bewährt und erprobt hat, von dessen Kenntnis! sie die richtigste und von dessen Charakter sic die redlichste Lehre zu erwarten habe, dessen Lehre und Leben ihnen in begeisterndem Beispiel die Pfade voranleuchtcn werden, die sie selber als Juden zu wandeln haben, werden an den Lehrer ihrer Wahl dieselbe Forderung stellen, die einst an den gottgesetzten Priester der Nation als erste Bedingung gesetzt wurde, בי ׳שבתי כהן ישמרו דעה והורה יבקשו מפיהן daß seine Lippe die Kenntniß wahre und man Thora aus seinem Munde suchen könne, werden diese Kenntniß nnd diese Treue als die erste Anforderung setzen und erst in zweiter Linie auch diejenigen Qualifikationen