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Jeschurun · 1855-02-01 · Heft 5 (Februar 1855) · p. 266

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 5 (Februar 1855)
Article
Der Religionsunterricht
Date
1855-02-01
Page
266 (sequence 13)
Language
German
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L66 Der Religionsunterricht. zu legen wissen, damit endlich Großes und Herrliches nichtjüdifcher Geister sie nicht blende und blendend verlocke, sie vielmehr eö aus eigener Erkenntnis; klar schaueg unb überzeugt seien, daß seit zwei Jahrtausend kein Menschheit veredlender, Welt erlösender Gedanke in den Geistern der Menschen aufgegangcn, der nicht am jüdischen Baume der Erkenntnis; gereift war. An den GhettiS konnte das Audenthum zur Noth auch durch die bloße Macht der Erziehung vererbt werden. Auf dem Weltmärkte kann nur der Geist daS Audenthum forttragen. Müßten wir daher wählen, unsere Wahl dürfte nicht zweifelhaft sein. Erst Audcntbum, dann Bildung. Allein Gottlob, so steht die Sache nicht. Auf keinen Vorzug acht humaner Bildung, auf kein Gut der Kenntnis; und Wissenschaft brauchen unsere Kinder zu verzichten, um sich die WabrheilS- und WeiSheitS- und LebenSscbäye des ZudeuthumS 5 u sam me ln. Hand in Hand gepflegt ist für Alles Raum, trägt Eins daS' Andere und erzeugt die herrliche Blüthe einer eigenthümlichcn, aber ״Gott und Menschen wohlgefallenden" jüdischen Bildung. freilich, wenn eure Kinder ihre eigentliche Bildung in nichtjüdischen, oder gar unjüdischcn Anstalten genießen, wo der ganze Unterricht das jüdische Element, im glücklichsten Falle ignorirt, im gewöhnlichen Wege vom nichtjüdischen oder gar unjüdischcn Gesichtspunkte auwürdigt und entstellr — wo ferner eure Kinder die meisten, besten und frischsten Stunden ihrer Tage verleben und dann, nachdem sie auch noch ihre häu-lichen Arbeiten gemacht, müde und abgespannt und die feiernden und spielenden Eommilitonen beneidend zu einem ״hebräischen" Lebrer sich niedersehen sollen , der noch dazu vielleicht selbst nur einseitig gebildet, in allgemeiner Wissenschaft und Bildung all den Lehrern, mit denen sie tagüber verkehrt, so weil nachsteht, oder von der ״hebräischen" Wissenschaft oft selbst nicht viel mehr als seine Schüler weiß, selbst nicht für daS Audcnthunl Begeisterung im Busen trägt, für welches er die jungen Gemütber begeistern soll wenn so die allgemeine Bildung mit allen Mitteln der Zweck- Mäßigkeit und zicientsprcchende gepflegt wird, ״das Hebräische" aber

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