Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1855)
- Article
- Der Religionsunterricht
- Date
- 1855-02-01
- Page
- 257 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SÜfcfeaiii». Der ReligionSunterrlcht. 257 in welche die speciclle Ertüchtigung für den besonder« ״LcbcnSbeeuf," wie wir cd nennen, nur als ״Zweig", als ״Mitbcstandtbeil" aufging, — und aufgchcn mußte, weil man eben gar nicht den Begriff eines ״besonder»" LcbenSbcrufs batte, cs für Alle nur Einen Beruf dcS Lebens gab, den der Name ״Jude" rollständig umschloß und erschöpfte, und zu welchem freilich auch die Begründung einer häuslichen Selbstständigkeit durch Ausübung einer redlichen, ״stttliclireincn", ״gemeinnützigen" Tbätigkeit, — und zwar wo möglich auch einer ״leichten", d. h. einer solchen gebörte, die nicht den ganzen Menschen in ihr stetes Joch einspannte und ifuii auch die freien Minuten gönnte, die er zu seiner Veredlung und Erleuchtung im llmgange mit ״Israels ewig holder Braut", im Umgänge mit Israels ״Tbora" verleben konnte. Kurz, החעסקוחבישובו של עולם׳ מלאכה נקיה וקלה ׳דרך ארץ gebörte mit z« den jüdische»;׳מצור־ und wurde als solche erlernt und geübt; wer aber nun in diesem Brod- ״studium" und Broderwerb den besonder« Berus seines Lebens hätte finden, und die Wissenschaft von dem eigentlichen Zweck und der Bedeutung und von der Pflicht und der Aufgabe dieses Lebens in allen seinen Beziehungen batte verschmähen wollen, wer dieser jüdischen Wissenschaft und Kunst leer und ledig geblieben, und batte er es in allem Andern zur׳ Virtuosität gebracht, er war im jüdischen Kreise הארץ ^cv Ungebildete. Freilich musite diese Zeit, auf die wir bier zunächst Hinblicken, sich mit der Wissenschaft des ״Lebens", mit der Kenntniß von den Dingen und Erscheinungen in ibren Beziehungen zu uns und von unserer Beziehung zu ihnen, mit dieser wichtigsten, unentbehrlichsten Wissenschaft, mit dieser חודה האדם/ begnügen, und musite auf die Kenntnis; von den Dingen und Erscheinungen an sich, von dem, was sie an sich, außer ibrer Beziehung zu uns seien, meistens verzichten. Nicht weil etwa jcjic Wissenschaft des ״Lebens" die Kenntniß der ״Dinge" und ״Erscheinungen" in Natur und Geschickte nicht duldete, ״nickt Raum für sie" liesi, oder sie gar zu scheuen batte -- ein Einblick in die Natur der Dinge und in die Geschichte der Menschen kann der Wissenschaft nur höchst willkommen sein, deren Aufgabe es ist, sick die Aussprüche und den Willen Dessen zum Bewußtsein und;m׳ unmittelbar praktischen Geltung zu bringen, der jene Natur der Dinge geschaffen und jene Entwickelungögänge