Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1855)
- Article
- Der Religionsunterricht
- Date
- 1855-02-01
- Page
- 258 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der NellgloiiSunterricht. :268 Ibct Menschheit bchenfcht - ~ ttnb »»S mm 1|e|rtflt, >vaS in Beziehung iju tiefe» Dingen, int'.«reife biefer Menscl'heit und mitten im Ge׳;n׳iiM־ iltvev Wnm'lefelimiteii mir mm feien mit feilen nbev die : Ungunst der Zeiten versagte de» Ginblick in die Dinge und <!!>°1׳fd,ei.- ,״״,gen der Natur und Geschichte. Der fci'inale Streif Himmel, bee die hohen, duster» GhettiSreihe» schied, lud wenig ei» me Äe׳ trachtung des Himmels und feiner Wunder. Die Kerkermauer, die die jüdische Jugend in die Zudeogasse bannte, schied sie zugleich von Wald und Flur, von der Natur und ihrer Herrlichkeit, und die i Bohne, die der jüdische Knabe vor seinem schmalen, düstern Zensier i säete und pflegte, war oft der ganze Grnfl, de» der Lenz dem Knaben : berzen brachte. Fesseln und Audodas,'-'S bot die Wellgeschiebte; dein Juden, und während die Menschheit mit Judeublut und Jude» ibränen und Judentrümmern - sich — das düsterste Zeugnis! in׳ : daS Buch der Gesebichte schrieb, batte Israel wenig Lust und Neigung die Plätter der Geschichte zu lese». Und doch war auch damals der jüdische Gesichtskreis nicht so ■ enge, wie wir meine». Diesen Zeiten der Ghetti und Scheiter-; Haufen war eine Zeit vorangegange», in welcher Jahrhunderte herab jüdische Weisen, Weisen jüdischer Wissenschaft zugleich Säule» mensch- ■ lischer Wissenschaft vom Himmel und der G'rde gewesen, und die : Schriften, die de» HauSschah der Ghetlowohnunge» auSmachte», ent-; hielten fast auf allen ihre» Blättern Zeugnisse der hellsten (Einsicht, der : klarsten Anschauung der Natur der Dinge und ihrer Verhältnisse, des ' Wcsenö des Menschen und seiner gesellschaftlichen Giitwickelung.; Auch war in der Brust der jüdischen Männer und Frauen der Himmel; weiter, als der schmale Streif, der sich über ihren eigne» Gassen : wölkte, und in ihren Herzen leuchtete ei» picht der Wahrheit und : Klarheit, eine Sonne des Friedens und der Seligkeit, die durch de»!' düstern Schein ihrer Gassen, und die noch düstrere Wirklichkeit aiisier- : halb derselbe» nicht getrübt zu werde» vermochte, und die eine Wisi scnschaft, eine Bildung nicht sehr schmerzlich entbehren konnte, welche : ihre Jünger doch auö den Fesseln des schmählichsten Wahnes und der traurigsten Verirrung nicht zu erlösen wußte. Und eben in ■ dieser Jsoliruug, in welcher die jüdische Wissenschaft, wie daS jüdische . Volk, sich befand, zeigte sich, welche göttliche ״Kraft", welch' ״seelen-; erquickendes", ״augenerleuchtendes", ״herzerfreuenbeS" Licht ihr