Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1855)
- Article
- Schewat
- Date
- 1855-02-01
- Page
- 246 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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246 Schcwcil. daS flanjc sinnlich-geistige Wesen und Leben deS Menschen in sein Bereich also auf, daß nicht nur der Gedanke, dac Wort und die Thal, das; auch der sinnliche Genuß ein heiliger Gottesdienst wird, wenn er vom Geiste der Keuschbeit, Mäßigkeit und Heiligkeit getragen, die Güler und Gaben und Reize der Erde in so reinem gottgefälligen Sinne, ju so heiligen gottgefälligen Zwecken genießet, daß er frob und beiter sein Auge zu Gott aufschlagen könne und die reine Nabe seines HeiligtbumS nicht zu fliehen brauche. Selbst mit sein ein Genüsse und seiner heitern Freude im GottcSk reise weilen 5tt kö 11 neu, ist die höchste Vollendung deS sittlichen Menschen auf Erden. In keinem Punkte also wie in diesem ist das Judentbum verkannt worden, und ward daher von der nach beiden Seiten auSschweifenden Lüge verworfen. ES war den leichtsinnig Sinnlichen zu ernst geistig, eS war den in Abstraeti0nen Schwärmenden zu irdisch sinnlich, und eS ist doch eben nichts: als die göttliche Wahrbeit für den geistig-sinnlichen, himmlisch-irdi scheu ganzen Menschen! In jedem dritten und sechsten Jahre deS siebenjäbrigen Landbau-CycluS war dieses zweite Zehntel, statt dem eigenen Genüsse, wiederum ganz den Armen, Wittwen und Waisen und Dürftigen im Lande bestimmt: מעשר$ und eben die Frage, welchem Jahrgang eine Frucht angehöre, entschied daS Fruchtkeimen vor oder nach dem 15. Schewat, dessen Kalcndernotiz unS zu diesen Betrachtungen führte. In unser Wanderleben außer Palästina ballen nur schwache Klänge von diesen und den damit verwandten herrlichen Gesetzen herüber. Willst du aber die ganze Fülle von Herrlichkeit dieser Gesetze ahnen, so stehe nur dje Wirkung deS auS ihnen hervorgegangenen ״ErwerbSze buten", □מעשר כספי, wo er noch in ächtjüdischem Geiste mx\ Mischer Gewissenhaftigkeit gepflegt wird. Der wackere Jude führt zum Behuf des Zehnten gewissenhaft Buch über seinen jährlichen Verdienst. Der zehnte Theil deS EapitalS zuerst, von da an der zehnte Theil seines jährlichen Verdienstes gehört den Armen, der Wohlthätigkeit, der Menschenliebe. Gewissenhaft kehrt er diesen Zehnten auS