Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1854)
- Article
- Aus Hamburg
- Date
- 1854-12-01
- Page
- 150 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Cv A f Ä& rT JFOCSO J 150 Gcmeiridcwescn. bat, daß die Leitung der Schule nicht einem Oberlehrer, sondern dem Rabbiner, der trotz seiner unermüdlichen, nicht genug anzuerkennenden Tbätigkeit für die Anstalt, ibr dock nicht seine ganze Zeit und Aufmerksamkeit widmen kann, und einem Oköpsigen VerwaltungSratb auvertraut ist, das; ferner den armen Kindern zu Hause in den meisten Füllen weder Unterstützung noch Aufmunterung bei ihren häuslichen Arbeiten zu Theil wird; daß sie oft noch als Substitute für Kinder- Wärterinnen und Köchinnen gebraucht, ja von den armen (Eltern gebraucht werden müssen — so ist es wabrlich kein schlechtem Zeugnis; für die Schute, wenn wir behaupten dürfen, daß ibre Schüler der ersten Klasse in den bedeutendsten Fächern gern mit den Schülern reich dotirter Bürgerschulen concurriren können. Leider sieben den Knaben, die sieb der Handlung widmen, niebt viele Geschäfte offen, die am Scbabbost geschlossert baben; finden sie aber in einem solchen eine Anstellung, so bewäbren sie sich in der Regel nützlich und brauchbar. Mancher von ihnen bat sich schon zum tüchtigen praktischen Kaufmann berangebildct. Gin Uebelstand, der sich immer fühlbarer heraumstellt, harrt bim jetzt vergebend der Abhülfe. Dam Haus nämlich, dam ursprünglich für 70 Kinder eingerichtet war, umfaßt jetzt circa 280 Schüler, die zuu: Tbeil in engen, niedrigen Stuben sitzen müssen. Schon vor mehreren Fahren ist ein Vermächtnis; dem scl. Bürgermeisters Bchnke von 12,000 'W§ von dem Gemeiudevorstande der Schulverwaltung zum Zwecke eines Neubaues zugewiesen worden. Durch manchen schönen Beitrag (unter andern 1000 M. von Hrn. H. B. Oppenheim und 1000 mj: von Hrn. Karl Heine) ist diese Summe fast auf daS Doppelte gebracht. Wenn erst ein bestimmter Plan vorliegt, so dürfte noch manche Summe hinzukommen, und dennoch ist bim jetzt nichtsgeschehen, diesem dringenden Mangel abzubclfeu. Die Verwaltung behauptet, weder ein geeignetes Haus, noch einen passenden Platz zum Neubau gefunden zu haben. Hoffen wir, daß ihr dieses bald gelingen möge. Wenn sich Ihre Leser dam Bild, das ich in Vorstehendem zu entwerfen bemüht war, veranschaulichen, so möchte sich vielleicht Manchcm ein Bedenken aufdrängen, das mir schon mehrfach als Vorwurf entgegengehalten wurde. Wenn nämlich hier nur in weiten Umrissen das skizzirt worden