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Jeschurun · 1854-10-01 · Heft 1 (Oktober 1854) · p. Seite 23

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Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 1 (Oktober 1854)
Article
Der Jude und seine Zeit
Date
1854-10-01
Page
Seite 23 (sequence 10)
Language
German
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Der Jude und seine Zeit. 23 gepflegt und gewahrt fleht. Und weis; er aucb, das; er, bis zu jenem Allmorgen hin, nirgends ans Erden das volle, ewige Heil begründet finde;; kann, so freut er sich doch brüderlich, wo immer er nur die Summe des Wahren und Guten auf Erden gemebrt fleht, siebt in Allem Morgenrotbstrahlen des sonnigen Morgens, der einst wolkenlos über die Menschbeit aufgeben werde. Und gewahrt er nun erst, wie das Eine Samenkorn, das vor fast zweitausend Zabre bereits von der reichen Saaten fülle seines Gotteswortes, — wenn gleich nicht frei von fremdartiger Entstellung, — in den Schoos; der Menschheit gestreut worden, schon in so weiten Kreiser; so segensreich aufgegangen, daß, welche Wolken auch noch den Hinunel der Menschen trüben, es doch schon von den Menschen als eine volle Erlösung der Menschheit begrüflt wird, — und kann er Schritt vor Schritt die Blütben verfolgen, die seitdem für das Reich der Wahrheit, der Liebe und des Rechts bewußt und unbewußt bereits von dem jüdischen Baum der Erkenntnis; gepflückt worden, dann füllt ihn mit Seligkeit der Gedanke an die unendliche Fülle des Heiles und des Segens, dessen die Menschbeit sich erfreuen werde, wenn nun erst der volle Schatz der Heilessaaten, von seinen; Gottesworte ausgestreut, die volle Erlösung der Menschheit wahrhaft gebracht babeu werde, wo Gott den Tod für immer vernichten, von jedem Angesicht die Thräne getrocknet, und zugleich die Perkennung seines Volkes auf Erden zu Ende sein wird. Dann wird ihm noch heiliger sein Heiligthum, dann schließt er noch inniger sich seinem Gottcsschatz an, und noch männlicher reift ihm'der Entschluß, du rcb; utrag cn, männlich und ernst dieses, Mcnschbcitheil bergende, Gottesgefäß durchzntragen — „bitf — am 3ic(c der Tage Tempclberg dpüfld über* ragend begründet flehen wird an der Spire der Berge, und ihm alle Völker zuströmen Völker in Menge dann gehen und sprechen: kommt, lastet untf hinauf zu (Zolles Berg, zum Hanse des Gottes Jakobs, das; er uns lehre von seinen Wegen und auch wir in seinen Pfade»; wandeln: denn von Zion wird die Lehre ausgehen und Gottes Won von Jeruschalaim. Er entscheidet dann zwischen Völkern, Er weiset Nationen in Menge zu Rechte, und sie zerstückcn die Schwerter zu Sensen und die Sperre zu Winzergerath; nicht erhebt Volk gegen Volk mehr Schwert und nicht lernen sie ferner mehr Krieg. — — — Dann weilt der Wolf bei dem Schaafe, und der Leopard ruht bei dem Böckchen, und Kalb und Löw und Stier zusammen und ein kleiner Knabe führt sie an — — und cs spielt der Säugling an der Otterhöhle und nach des Drachen Blickblitz streckt der Brustentwöhnte spielend seine Hand. Kein Böses, kein Verderben stiften

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