Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 3
- Article
- Literarisch-kritische Übersicht
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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106 Literarisch-kritische Übersicht. daß sie daö EmanciparlonSstreben hoch halten: dennoch verstehn diese seine Leistungen besser zu würdigen als die Juden anderer Lander, welche ein solches Streben nicht theilen. — Überhaupt rührt sich überall ein löblicher Eifer, Unbekanntes zugänglich zu machen. Darin zeichnet sich DukeS besonders auö. Er bringt rS uns oft ungeordnet, unbearbeitet, aber er schafft e§ herbei mit vieler Mühe. Seine größern Arbeiten, über die Grammatiker, Lexikographen und E.rcgetcn der arabischen Schule, (nebst der damit verbundenen ähnlichen Arbeit Ewald'S), seine Auszüge auö MeuachemS ben Salomo Wörterbuch, seine Arbeiten über die Sprach? der Mischnah werden besondere Beleuchtung finden; andere seiner Schriften, wie seine Ausgabe des Ben-Bileam und deS Gedichts von Jakob Tham über die Accente, des maßorethischen Traktates von Ven-Ascher und seine Vorrede zu Cahen's französischer Ausgabe der Sprüche Salomo's sind mir nicht zu Gesicht gekommen.— Steinschneider hat die Ausgabe eines nicht sonderlich bedeutenden Schristchens von Maimonides und einer kleinen astronomischen Abhandlung des Aöen E'sra befördert und erstereö mit reichen Anmerkungen begleitet, die nur leider gar nicht zum Te.rre gehören. — Goldenthal hat den Maftheach deS Nissim ö. Jakob veröffentlicht. Die Abhandlung Schor'ö in dieser Ztschr. Bd. V S. 431 ff. hatte das Wissenswürdigste daraus bereits geliefert und mit umsichtiger Kritik behandelt; doch bleibt daü Buch immer nicht ohne allen Werth, richtigere Lesarten der Thoßefrha (vgl. Vorwort S. 7!)) und der jerus. Gemara (vgl. z. V. S. 56 u) bieten auch schon Interessantes. Wenn auch ohne Kritik, doch sorgfältig ist das Schristchen herauögegeben, die Mittheilungen in der Vorrede (S. 7 5 ff.) über die auL der alten Wiener Thoßeftha- Haudschnft zu schöpfenden Berichtigungen sind dankcnüwerth, gerne hätten wir dieselben vermehrt gesehn, sie hatten uns eine andere Miltheilung über das, was Hr. Gold, selber „mechaddcsch gewesen/ (6b ff.), die wir ohne Bedauern entbehrt hatten, reichlich ersetzt. Nur Weniges ist uns anfgestoßen, daS Hr. G. entweder ohne die nöthige Erklärung gelassen oder etwa mißverstanden hat*). Übri- *) S. 26 a lesen wir den Ausdruck bei welchem auf Rap.'s Erörterung in der Lebensbeschreibung NaLhan'S b. Jechiel A. 17 hätte verwiesen werden sollen; noch hierher gebörlg ist eine Stelle in den