Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 3
- Article
- Literarisch-kritische Übersicht
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 15)
- Language
- German
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Geschichte. 105 fnrcht, mm, ich hoffe, er wird mich doch nicht zur Warnungstafel machen. Fürbitte für mich cinlcgen, das; ich nicht zerrissen werde; denn heute verkünde ich seinen Ruhm über alle Gauen, Ln denen die unheilige deutsche Sprache gelesen wird, und überall wird sein Preis erschallen, wo sollst die Gutachten der Geonirn mit den; klatschen Vorworte nicht bekannt geworden waren, und die, so nicht verstehn die heiligen Tiraden dcö Hrn. Nap., werden auö nreiner profanen Übersetzllng doch deren Bedeutung ahnen. Und daö Alleö habe ich bewirkt! Wohl mir, daß ich daö Glück und das Verdienst habe, ein so herrliches Werk geübt zu habem — Doch ernstlich gesprochen, ist eine solche Sprache nicht wahrhaft Mitleid erregend, ist eine solche Anschauung nicht lächerlich, ein solcher Ausdruck nicht ekelhaft? — Wenn Hr. Nap. sich mit den Geonini beschäftigen und nicht selbst an der deutschen Bewegung, die er nicht begreift, deren Geist ihm verschlossen ist und den er mir allem klügelnden Scharfsinne sich nicht erschließen kann, selber zum Garn werden wollte, wir würden seine Untersuchungen gerne lesen, wir würden ihm dankbar sein für seine Mitteilungen in der Sammlung „Halichoth Kedem" trotz manchem Erpreßten, daö auch dort verkommt. Jedoch gehn wir zu Luzzatto, diesem aufrichtigen, anspruchslosen Gelehrten! L. ist kein Geschichtschreiber und will keiner sein, er giebr auö seinen reichen Schätzen mit feiner Kenntnis) herrlichen Stoff; so sind namentlich seine Belehrungen in „Halichoth Kedem" über die alte Punktation und Aceentuation — worüber wir noch ausführlicher sprechen werden — vortrefflich, und seine Mittheilungen auö Handschriften sind von hohem Werthe. Wir wollen rö ihm daher auch nicht ««rechnen, wenn er (S. 69ff.) David Al-Mokammeö den Babylonier^) gar nicht kennt, über den ihn meine Zcltschr. S. 120 u. V. S. 271 genügend hätte belehren könneu, und daß er nicht weiß, daß Huß im Böhmischen Garrö bedeutet, dis Hussiten daher mit Recht (S. 64) „Gänse" genannt werden, ebensowenig wie-seine Nancüne gegen dir deutschen Juden, ») In dessen Worten ist S. 76 Z. 9 v. u. st. zu.lesen ^22, womit die Stelle ihren richtigen Sinn hat, ohne daß Etwafehlt, wle Luz. - vermuthet; Fürst druckt cs gleichfalls so ab, ohne dies za bemerken.