Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 3
- Article
- Literarisch-kritische Übersicht
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 13)
- Language
- German
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' Geschichte. 103 wie der Charakter von dessen sonstigen Abschriften sei, und mancheinzelne Bemerkung verdienen die Aufmerksamkeit der Gelehrten, welche sich für dieses Fach interesstren, und werden ste auch finden. Störend ist daö starre Festhalten Nap.'ö an früher ausgestellten Behauptungen, sowie wenn er die Aboth de§ R. Nathan und die 49 Middolh des R. Nathan dem Tharinaiten beilegt, wenn er die palästinensischen und babylonischen Paitanim-Schulen gewaltsam ignoriren und alle derartigen Erzeugnisse der italienischen Dichterschnle zuweisen und daher auü Salomo dem „Babylonier" einer; Römer (!) machen will (s. 12b), und manche Flüchtigkeit erregt Verwundrung*). )m Ganzer; hat diese Sammlung geringen Werth, sie ist >?m Produkt des AlterlhumS und wir wollen sie achten, wir werden jedoch uns wohl enthalten, jubelnd in die Posaune zu stoßen. Am Interessantesten ist daS Gutachten Hai'ö Nr. 77 (s. 23u), auS dem hcrvorgeht, daß damals ohne allen Zweifel dis zwei Verse 2osua 21, 36 u. 37 in allen Handschriften fehlten) aber auch Dies wird bereits in Hai'ö Namen von Kimcln bezeugt. Mit welchen anderen Gefühlen begrüßt Napoport diese Gutachten! Hören wir seine Worte! „Es freut sich der Fromme, wenn er Rache schaut, nicht die Rache fleischlicher Leichen, sondern geistiger, des Lugengeistc? der jetzt im Munde der Propheten des Truges ist, die Frieden, Frieden zuruftn nur der Gegenwart, aber kein *) In dem Buche N. 5 f. 2 a sind die Worte: 11 dM 71'M1'21s2 die Erklärung zu den Worten der Mischnah 1s und so findet es sich auch im Arukh; Rap. mißversteht es f. 12 b seiner Bemerkungen. Daselbst ist in den Schlußworten 122^ Ip^l nur das letzte Wort in zu corrigircn, dieses heißt im Arab.: fremd' sprachlich, barbarisch, und kommt ebenso, in 2uda beu Korassch'S Aries vor. Rap. s. 13a cvrrigirt »2-1 und glaubt, es sei das arab. Wort „omijon". Unwissender; dieses wird aber mit Ai-f, nicht mit'Ajin geschrieben! f. 22a liest Hai in Berakhoth üb statt und Rap. f. 13 b wundert sich, daß in 'Arukh der in Siede stehende Satz, überhaupt nicht vorkemme; er findet sich aber wohl daselbst unter L2. indem Nathan gelesen und es durch Hülfe d^ Athbasch und Albam mit ldentificirt. f. 42!) ist -H1O1 stncr altaeonäische Ausdruck, wonach eS „lehren" bedeutet und dem auch die „Saborarr" ihre« Namen als Lehrer — nicht Meinende — verdanken; Rap. vrrkEt dies s. 14 ü. —