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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1847-01-01 · Heft 3 · p. Seite 100

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1847
Issue
Heft 3
Article
Literarisch-kritische Übersicht
Date
1847-01-01
Page
Seite 100 (sequence 7)
Language
German
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Geschichte. 97 neu kann, znrückgclassm, hingegen die Thatsachen inniger verbunden nnv sie mehr auf'die bewegenden Gedanken der Zeit zurückgeführt haben, er würde nicht die äußern und inneren Zustände so scharf gesondert haben, daß sie durch ganze Bände getrennt sind, vielmehr die Wechselwirkung in denselben nachgewiesen und ihre Behandlung daher verwebt habcn, er würde die einzelnen deutschen Staaten nicht als besondere Rubriken betrachten, sondern Ln der, wenn auch etwas verschiedenen Behandlung, welche die Juden in denselben während dcö von ihm beschricbncn Zeitraumes erfahren haben, den Ausdruck der, nur in geringen Punkten abweichenden, im Allgemeinen gleichen religiösen und politischen Grundsätze gefunden haben, hingegen würden ihm in dem kurzen Zeitraum von 1815 au doch drei verschiedene kleine Epochen, welche zum Eintheilungsgrundc geeignet waren, eiUgegengetreten fein. Rach den großen Umwälzungen nämlich, welche die Staaten erfahren hatten, war eö Bedürfnis;, die wieder gewonnene Ruhe zum inneren AnSbaue zu verwenden; große Ideen waren früher angeregt worden, und sie hatten auch für die Inder; bedeutsame Früchte getragen, wie die Verordnungen von 1609 in Baden, von 1812 in Preußen, von 1813 irr Baiern u. s. w., aber nun da man Zur Ruhe gelangt war, der Drang der Umstände nicht mehr so mächtig war, da verlor sich auch die hochherzige Richtung nach und nach, und diejenigen Staaten, welche ihren Bestand in jener Zeit verloren hatten und nun wieder die alte Selbstständigkeit neu gewannen, wollten mit der Fremdherrschaft alles Heilsame derselben auömerzen. Daher die Beschränkungen in Preußen, in welchem man die freisinnigen Verordnungen von 1812 den neuen Provinzen nicht Zu Gute kommen ließ, daö hartnäckige Halten an alter Ausschließung von Seiten der Freistädte, KurhcsscuS. Sachsens n. ,dgl. Die geistige Richtung der Völker, die Literatur, war zwar mit den Machthabern nicht ganz einverstanden, eö gab einen Liberalismus, der, namentlich in den neuen Ständevcrsammlungcn der süddeutschen Staaten, die Negierungen auf andere Bahnen lenken wollte; aber abgeschn von seiner Machtlosigkeit, einem Beweise seines Mangels an innerer Kraft und äußerer Ausdehnung, trug er auch .in seiner Äußerung den Charakter der damaligen Abspannung,, zeigte er Unreife und Einseitigkeit. Zu der. Begeisterung für die Befreiung Geigers Kitsch. Vl. Bd. III. Hst. " 7

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