Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachschrift
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 4)
- Language
- German
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66!. Die Speisegesche. uneinig sein können, ob eine Ansicht, welche sie über diesen Gegenstand theilen, neu oder schon früher vorgetragcn worden ist, so ist Dies der schlagendste Beweis, daß die wissenschaftliche Diöcussion darüber noch in-Ihrer Kindheit, ihren Resultaten nach noch nicht zu einem Gemcingute selbst der Gelehrten geworden ist. Und da sollte man eS dem größeren Publikum verargen, wenn sich noch arge Verwirrung darüber bei ihm findet? und da sollte die N.-V. erwarten können, daß bis jetzt unerhörten und in ihren Gründen noch nicht faßbaren Beschlüssen, wenn sie von ihr auch nach erschöpfender Diöcusfion ausgingm, Folge gegeben würde? Oder sollte sie sich auf den Boden der Literatur, auf das Gebiet der reinen Theorie begeben, ohne sich um ihre praktische Ausgabe zu kümmern? Vor einer solchen Verkennung ihres Berufes die Versammlung zu warnen, halte ich für überflüssig. Also soll die Versammlung den Gegenstand ganz fallen lassen? Auch diesen Fehler wird sie sicher sich nicht zu Schulden kommen lassen. Praktische Fragen von solchem Umfange werden nicht mit einem Male gelöst, aber ihre Lösung muß allmälig ungebahnt werden. Und dieS nicht etwa in der Art, daß mau mit den Grundsätzen selbst markte, eine thalm. Erschwerung für ungültig erkläre, die andere in ihrer Kraft lasse, die verschiedenen Anwüchse der Lunge unterscheide oder die Größe des materiellen Nachtheils Uwas geringer ansetze und dergl.; vor solchem kleinlichen Feilschen wird schon die wachsame, ja lauernde Kritik bewahren. Aber daS Reich der Speisegesetze ist groß, leider sehr groß, und cS giebt Gebiete darin, welche theils zu Umgestaltungen dringend aussordern, theils bereits so unrerhöhlt sind, daß die Wirksamkeit ihnen zuerst zugewcndet werden muß. Neben den verbotenen oder „unreinen" Gattungen von Thieren, Vögeln, Fischen und Insekten, welche bis jetzt hauptsächlich besprochen worden sind; Hiebt es noch eine große Anzahl von Speisegesetzen; daS „Zerrissene" Ln seiner Ihalmudischen Deutung, das „Aas" Ln den daran sich anlehncnden thalm. Vorschriften über die Art des SchlachtcuS, daö Verbot gewisser Fettstücke und des Blutes mit den thalm. Erweiterungen, der „Spannader" mit der Ungeheuern bis zu einem ganzen LheUe deS Viehes sich auödehnenden thalm. und rabb. -Hinzusügung, dsZ Verbot, §daZ Böcklein in der Milch der Mutter zu kochen,"