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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1847-01-01 · Heft 2 · p. Seite 54

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1847
Issue
Heft 2
Article
Materialien zu einem Commissionsbericht über die Speisegesetze
Date
1847-01-01
Page
Seite 54 (sequence 11)
Language
German
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!. Die Cpeisegesctzt. LI beistimmen, widerlegt, (K. Mischneh das), und daß die religiöse Praris in ganz Israel sacrisch den Ahroniden die Verunreinigung verkittet, dürfte für den zurerlässigsten Beweis gellen, daß die Rerrugkeitsgesetze lhatsächlich nicht aufgehoben seien. Daß die gleichfalls nur in ihren Grund hat, noch jetzt zu den praktischen Ritualien gehöre, daß darüber (S. Tur Jore Dea 120) noch gestritten wird, ob genüge, oder erforderlich sei und Jakob b. -Ascher für Erstcreö sich entscheidet *), ist wohl nicht minder Beweis, daß die Ncinigkeilsgesetze nach der Theorie des rhatmndischen Iudeuthumö noch sortbestehen. 2) Die rabbinische Ansicht, welcher die Spriseverbote als selbstständige, von den Uureiuigkeilsgcsetzen völlig unabhängige gelten, bemerkt Einhorn sehr richtig, hange mit Voraussetzungen zusammen, die offenbar auf einer durchaus falschen Bibcliuterpretation beruhen. Nach den Nabbinen sei erstens biblisch überhaupt gar nicht verboten sich zu verunreinigen und ziehe die eventuelle Unreinheit bloö rituale Beschränkungen nach sich, wovon die einzige Ausnahme bilde; zweitens werde man nach ihnen durch das Essen mit Ausnahme von gar nicht unrein. Diese Theorie mit ihren Stützen sucht Einhorn von! Standpunkte der freien E.rrgese siegend zu widerlegen und gelaugt zu dem richtigen Resultate, daß die biblischen Speisevcrbote in Lev. 11 n. Deut. 11 lediglich Neinigkeirsgesetze seien. Aber warum, wenn sie erwiesener Maßen nichts Anderes als Neinigkeirsgesetze sind, sollen sie abgeschafst werden dürfen? Auö welchem Grunde, mit welchem Rechte? Weil, muß Einhorn antworten, die NeinigkeitSgesetze nach der Tcmpelzerstörung chatsächlich aufgehoben sind. Allein wer hat sie aufgehoben, und wer hatte ein Recht, sie anfzuhcbcn? Der Thalmud. Ist der Thalmud uns eine Autorität? Hat nicht Einhorn siegreich bewiesen, daß alle seine Voraussetzungen auf offenbar falscher Bibclinterprctation beruhen? Dürfen, wir, wo es sich um Abschaffung biblischer Gesetze handelt, unö auf den Thalmud berufen, da wir ihn in demselben Augenblick und in derselben Beziehung, wo er ') Aus dcm Grund- M II sttl ND2 Mw wvro, (sävsrph Kar» das.)

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