Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 2
- Article
- Materialien zu einem Commissionsbericht über die Speisegesetze
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 10)
- Language
- German
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so I. Die Spcisegesehc. Ganzen geht aber nül Evidenz hervor, daß die Neiriigkeirsgesetze, wo sie nur Anwendung finden, ungeschwächt forldauern. Man könnte einwenden, die Neinigkeit liege mit im Begriffe des Nasiräergelübdes, bilde einen Vestandtheil desselben und müsse deshalb gehalten werden, weil der Nasiräer sich ausdrücklich dazu anheischig gemacht habe^ wie das Wesen deö Gelübdes eben darin besiehe, an sich erlaubte Dinge sich zu versagen und sie in den Kreis der verbotenen hineinzuziehen. Allein dieser Einwand ist falsch. Das Wesen des Nasiracrgclübdeö ist freiwillige Ue beim ah me der Heiligkeit, und da nach biblischen Begriffen die Enthaltung.von Verunreinigungen an Leichnamen zum Begriff der Heiligkeit und des Heiligseins gehört, so liegt es im Wesen des Nasiräats, daß der cs übernehmende nicht pricsterlicbe Jude sich in dieser Beziehung dem Priester gleichstelle und von Verunreinigung sich fern halte, wie dies schon in den Worten der Schrift Nurn 6, 8 auögcdrückl ist: NN 1-IN 'r? Der Nasser rangirt hin. sichtlich deö Verbots der Verunreinigung mit dem Hohenpriester insofern, daß beiden eine und dieselbe Helligkeit inhärirt, und findet in dieser Begebung nur der Unterschied statt, daß dem Priester eine dem Nasiräer nur eine 5^-^ oder bcin-ohne. S. M. 3, 9 unv Sicsiruih 7,13. Waren aber die Ncinigkcirögesctze jetzt aufgehoben, d. h. läge in dem jetzigen Begriff der Heiligkeit gar nicht mehr das Moment der symbolischen Nemigkeit, so daß der Priester sich verunreinigen dürfte, so könnte daS Nasiraat hinsichtlich der jetzt gar nicht mehr stattsinden. Wie sehr aber die Priester noch jetzt auf die Ncinigkcitsgcsftze verpflichtet sind, beweist der Umstand, daß selbst in Fällen, wo sie, wie bei Blutsverwandten, von ibnen diöpensirt sind, ihnen jede anderweite Verunreinigung verboten ist, wie dies bei' M. iUick. 2, 15 naebzulescn ist*'). Es ist wahr, daß dies von Jakob Tham bestritten wird, allein er wird von Mose b. Nachman und Ascher b. Jechiel, die Maimonidcö -) Seine Worte lauten: dt'N HL!-: -7'-:^ . IW' «^2. -