Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 1
- Article
- Litterarische Studien
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 11)
- Language
- German
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u. Lit.terarische Studien. 27 geometrischer Berechnungen als schone Zugaben zur Weisheit betrachtet (Aboth 3, 16), so galten sie im thalmudischm Zeitalter auch wirklich als bloßes Beiwerk, dem eine besondere Aufmerksamkeit nicht geschenkt wurde und von dem man nicht mehr als eine höchst oberflächliche Kemttniß besaß. Dies zeigt sich überall, wo eine mathematische Frage vorkommt, und trotzdem, daß die Erklärungen der Maßverhältnisse an der StiftShütte, dem Salomonischen und dem Ezechiel'schcn Tempel, wie manche sabbathliche gesetzliche Bestimmung Veranlassung gaben zu derartigen Untersuchungen, beschränkte sich das ganze Wissen auf einige stereotyp gewordene allgemeine, aber auch ungenaue Sätze, die rnaü jedoch als gcnan betrachtete, wie, daß das um den Kreis beschriebene Quadrat um ein Vierthcil an Inhalt jenen übertreffe, daß die Diagonale eines Quadrats l^rnal so groß sei als eine Seite desselben, daß die Peripherie eines Kreises sich zu dem Durchmesser wie 3 zu 1 verhalte (vgl. Z. B. 'Erubin 14 a!), 56 l) u. 57u, 76nl). Sukkha 6u. B. bathra 27n, 1011)). Die biblischen Maßverhältnisse bei den heiligen Bauten namentlich mußten auch dis Aufmerksamkeit der spatem Zeit aus die Geometrie gerichtet halten, wenn auch dieselbe, so lange nicht die Wissenschaft zu selbstständiger Pflege gediehen war — und Dies geschah erst unter dem Einflüsse der Araber — immer bloS zur Erklärung bibl. und thalm. Stellen und daher in untergeordneter Stellung erschien. In dieser Weise haben wir uns auch das Büchlein: 49 Middorh eines Palästinensers Nathan in der Midraschim - Epoche zu denken, und alö ein solches bezeichnet es Abcn Esra am Anfänge des Jeßo'o Mora ausdrücklich. Der Vfr. begründet darin den Satz, daß daö Quadrat den ir, ihm beschriebenen KreiS um ein Viertheil übertreffe, ausführlicher, wie wir aus dem von Khumtino angeführten Anfänge ersehn, und wie sich Naschi zu Sukkhah 8a, Thoßaf. und Ascher (bei Schittah meknbb.) zu Baba bathra 27a darauf berufen, und den Satz, daß die Peripherie daö dreifache Maß der Diagonale habe, berichtigt er, der Gemara gegenüber, wenigstens dahin, daß sie 3'/711ml so groß sei, wie Schabthai Khohen mittheilt. Die Spracht dieser zwei einzigen Satze, welche wir wörtlich aus diesem Büchlein kennen, beweist uns den späten Ursprung, der Ausdruck für Halbkreis, j-si-PAA für Grundlinie,. k"O'20 für Peripherie (thalm.