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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1847-01-01 · Heft 1 · p. Seite 23

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1847
Issue
Heft 1
Article
Litterarische Studien
Date
1847-01-01
Page
Seite 23 (sequence 7)
Language
German
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!l. Litterarische Studien.' 25 nun, verlässest du dich auf mich, so verlasse dich auch beider mündlichen Lehre auf mich. Unser Verfasser will diese etwas unbeholfne Deduction der Tradition, da der Proselyte ja bloö den Widerspruch in Hillel's eignen Worten rügt, verbessern, läßt daher dm Zweifler ander mündlichen Lehre nicht einen Proselytcn sein, sondern „irgend Einen," der das Alfabeth schon kennt; diesem bestreitet nun Hillel die Buchstaben, nennt Beth, waö er Ales, Giinel, waS er Veth nennt, und fragt ihn. woher er denn wisse, daß dieser Buchstabe ein Ales und jener ein Veth sei; der Zweifler erwidert: „so haben es uns unsere frnhcrn Vorsahren überliefert," und nun hat Hillel gewonnen Spiel. -Auch die andere Geschichte mit dem Proselytcn, der unter der Bedingung Jude werden will, daß er Hoherpricster weide und den H. so weit in den Priesicrangclcgenhciten unterrichtet, bis er zu der Stelle: der Fremde, der nahetritt, muß sterben (-1. M. 1, 5j) gelangt, so daß der Pros, dann von selbst abläßt, wird hier erweitert und wieder mir der charakteristischen Bemerkung begleitet, Hillel habe ihn in LcviticnS unterrichtet, was nicht des- ,halb geschieht, weil er die Priestergesetze erfahren will, da ja über die Kleidung, das Lichtaiizünden im Tempel und dergl. bereits im zweiten Blich vorkommt, sondern weil, wie oben bemerkt, mit diestm Buche in spaterer Zeit der Anfang gemacht wurde. Die dritte Geschichte mit dein Pros, der die ganze Lehre Zn so kurzer Zeit lernm will, daß er während derselben ans einem Fuße stehen kann, und dem Hillel den Spruch als Quintessenz der Lehre giebt: was du nicht willst, daß dir geschehe, das thue auch Andern nicht, wahrend alles Übrige bloS Ausführung 'ei, wird hier ganz übergangen, offenbar weil dem späten Vsr. diese sittliche Leh?( keineswegs als Quintessenz.erschien, wie denn aus ihr auch wirklich die Ceremonieen nicht abgeleitet werden können. Cap. 34 enthalt die Zusammenstellung von den zehn Stellen des Pentateuchs, über welche Punkte gefetzt sind mit der richtigen Ahnung von deren Unächtheit, wie sie nur noch der spate Vamnüdbar r. c. 3 hat?) Nicht minder beweist die ungelenke, aller Färbung entbehrende, vom Aramäischen freie Sprache, daß sie damals, selbst als Gelehrtensprache, nicht mehr flüssig war. So heißt es c. 2: . *1 Vergl. meine Lesesiucke aus der Mischnah S. Li» bis L§.

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