Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 475 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten. 47H mit ihr iw ftivolen: „wenn eS auch nicht wahr ist, so - ist es doch gleich" und alle jene Verirrungen deS Geistes/ die wir Gottlob in Deutschland so ziemlich hinausgefegt haben. Daß Napaport nicht in. ..diele:Kategorie; gehört, /dafür bedarf es keiner Versicherung; er hat wirklich eine reine Liebe zum Wissen als solchem, er hat einen höchst glücklichen Tief- und Scharfsinn, der zu graben, zu lösen und zu verbinden weiß, und dennoch naturam 6XP6II38 tur63, kamen U8M6 reeurret. Wir hatten einen jüdischen Grammatiker, Salomon Hanau, einen trefflichen Mann, der in dunkler Zeit das Studium der hebräischen Grammatik erfrischte und auf damals ganz Verschüttetes aufmerksam machte, allein seine Stärke glaubte er doch darin zu finden, Systeme auf. Strohhälwchen. zu errichten und aus ganz vereinzelten Erscheinungen einen folgenschweren Schluß zu ziehen. Man wird zuweiten, wenn auch leise, bei Napaport an ihn erinnert. Sein Scharfsinn leuchtet, schießt gleich Raketen empor und er erhellt auch wirklich manches Gebiet, aber doch wird vann ofr das Pünktchen, daS er da erschaut, zu einem breiten Gebäude umgearbeitet, und die Hypothese mit einer großen innern Zuversicht ausgeführt. Freilich verdanken wir diesem Verfahren treffl>e Untersuchungen, seiner Capacität Vermuthungen, die sich dann glänzend bewährt haben, und selbst Jrrthümer auf solch dunkeln Gebieten bleiben auch werthvoll durch ihre anregende Kraft, Aber da tritt dann auch wieder eine andere Eigenthümlichkeit ein, daß Napaport nicht leicht zugeben kann, er habe geirrt, und mit einer Kunst auch schwache Seiten zu verhüllen weiß, daß man bei solchen Vertheidiguugen sehr auf seiner Hut sein muß, nicht zu rasch wieder von ihm eingenommen zu werden. So sehen wir ihn auch in dieser Zeitschrift, in neuester Zeit der einzigen Niederlage seiner schriftstell^ rischen Thätigkeit, wieder walten. Ein prächtiger Bau wird aufgeführt über Antoninus, den Freund Rabbi's, der jedoch in seinen Grundlagen wankt, in langem Umzuge, wo nicht selten die gekünstelte Manier des Darschan in die schmucklose Wahrheitssorschung eindringt, werden wir zur Erklärung einer Mischuah in Edujoth geführt, die uns das Wichtigste im Terte der Mischnah vermissen läßt, eine vieles Einzelne schön beleuchtende Untersuchung über die zehn Stämme, die Sitten der fernen Juden und