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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 3 · p. Seite 476

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Zeitschriften
Date
1844-01-01
Page
Seite 476 (sequence 31)
Language
German
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476 Nachrichten. den Ursprung der Karäer leidet doch auch an einem Übermaße von Hypothesen, dis zwar künstlich zu einer Perlenschnur zusammengewunden sind, uns jedoch nicht von der Vesorgniß befreien können, es seien auch mehre Glasperlen mit untermischt. Auch die andere Eigenheit deS unerschütterlichen Verharrens bei früheren Meinungen, wenn auch neuere umsichtige Erwägung gerechte Bedenken dagegen erhebt, finden wir hier stark ausgeprägt. Der , Vatersname des El'asar Kalir und dessen;Ort z. V. sind schwankend geworden, die , Gimatria's, die für jenen mit eine Stütze werden sollten, sind so erschü daß sie mit Recht um allen Credit gekommen sind, Ursprung und Alter der 49 Middoth zeigen sich als eine unhaltbare scharfsinnige Cornbination und anderes Einzelne dergleichen: Rapaport kann sich jedoch nicht davon lossagen, er muß seine ganze Kraft aufbietkn, um zu retten und zu flicken. Wo er seiner wirklichen Überlegenheit sich bewußt und durch die Form deS Widerspruchs gereizt ist, der bald in niedrig selbstgefälliger und frivoler Weise gegen ihn ausgesprochen worden war, wie von Rabiah und den Roim, bald in vornehmem Zgnonren wie von Chajes sich über ihn erheben will, da kennt auch seine Entgegnung kein Erbarmet, Nichts darf ungerügt bleiben, jedes Wort wird gewogen, und wehe, wenn es nicht vollwichtig ist ft Diese Eigenthümlichkeit machte auch den letzten Band des Kh. CH. etwas einseitig, doch sind wir überzeugt, dass eine so tüchtige Kraft wie die Rapaporfts sich auch bald über diese Plänkeleien erheben wird und werden die folgenden Bände dieser Zeitschrift stets in blühtnder Frische bleiben. V Eine recht erfreuliche Erscheinung war die Regung, welche sich in Litthawen zeigte. Schon längst schließt Wiliia Elemente genug in sich, die aus eine Veredlung hinarbeiten, und die Fähigkeit, durch eine Zeitschrift bildend einzuwirken, sowie der Drang Einzelnes auszusprechen, sind dort zu Genüge vorhanden. Ein kleines Heftchen, Blüthen des .Nordens, herauSgegeben von dm Herren Eileser Lippmann Hurwitz und Salomon Joseph Pinn, wollte 1841 den Frühling verkünden; leider,.daßnach dem bekannten Sprichworte, eine Schwalbe den Sommer nicht-macht, das Heft-' chen ist vereinzelt geblieben. Vielleicht haben auch äußere Umstände mitgewirkt; nur eine einzige hebräische Buchdruckern darf

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