Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 472 (sequence 27)
- Language
- German
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472 Nachrichten. Hirse Geschichte dann.erst wiedenlm Bedeutung gewinnt, weit sie die pst verborgenen Ströme im Leben deS JudeNthnmö entdeckt, sie aus ihrer eisigen Erstarrung weckt und mit frischen Frühlingshauche nun auch -zum Treiben und Befruchten 'der Gegenwart hervorlocktz wenn in diesem höhern Sinne die richtige Kmntniß der früheren litterarischm Thatsachen und das Wissen um daö gerulgfügigste Detail Wohl angestrebt und vorausgefttzt wird, aber doch nicht ftlbst Zweck sein kann: so ist Dies in strebsamen Ländern, welche jedoch ihrer Gelehrsamkeit nach noch ziemlich an jüdisch-mittelalterlichem Wissen hangen, dieses noch Gemeingut ist und daher noch vollkommen der Gegenwart angehört, ganz anders' Jede neue Entdeckung einer bisher unbekannten Schrift ist da ein.wirklicher LebenSfuttd, ,^jede.'-.'richtigere-- Erklärung irgend einer Stelle ist Be- < reicherung der Gelehrsamkeit, eine Vermuthung, eine scharfsinnige Combinatipn beschäftigt die Geister, wie in Deutschland eine Reformfrage. Diese ist natürlich in jenen Ländern, und ich habe hier besonders die Österreich angehörigen Theile Polens und Italiens- , Gallizien und die Lombardei, im Auge, noch nicht das die Desamnttheit bewegende Princip. Von Außen und von Innen ist das Mittelalter noch überwiegend, und dennoch erzeugt die enge Verbindung mit Deutschland, welche die Geister anregt, nebst der früheren bedeutendem und selbstständigen Entwickelung,eineeigenthümlicheNichtung, die ganz besonders nn der litterarge.schichtlichen Behandlung deS Juden.thums sich geltend macht/ Während der eigentlich deutsche Kern Ösierreich's eine nur fthr geringe Anzahl von Juden besitzt- Böhmen und Mähren mitten inne zwischen Polen 'und Deutschland uiMals eine sftlbstständige. Bildung sich erringen konnten, und jetzt nur Deutschland folgen können , Ungarn, das Land, der freien Verwirrung, erst sein Chaos umzugestalten hat, ehe an eine feste Bildung gedacht werden kannso sind eslediglich die zwei genannten Provinzen, welches wenn auch in-.HreM'Marakter^^ dennoch zu einer wissenschaftlichen That sich zu vereinigen im Stande sind. Sie sind cs -auch, und ^war vorzüglich zwel ihrer RepM fentauten, N ä p a Port, rrnd: L'u zz Mo> '-.welche Hie ^beiden. Säulen Jakhin. und Bo'as der schon ehedem gerühmten hebräischen Zeit- ' schrist A Chemed,, bilden. Sie hat dir litterarhistorische Richtung' von ihrenr vierten Bande an^' vön^ welchem-