Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 458 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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458 Nachrichten. schrift wiederum ganz der Art. ES liegt von dieser nunmehr mi ganzer, aus 12 Heften bestehender Band und 10 Hefte des zweiten dem Publikum vor. Über den Namen mögen wir nicht weiter rechten; die jüdischen Untersuchungen berechtigen zu dem Namen einer orientalischen Nevue nicht, auch die apokryphen chaldäischen (?) Erzählungen wie einzelne sehr seltene Notizen über eigentlich Orientalisches können den Namen nicht rechtfertigen. Doch betrachten wir den Inhalt selbst! Eine Geschichte der jüdischen Ärzte, die sich durch fast alle Hefte hindurchzieht, zeugt ebenso sehr von rühmlichem Sammlerfteiße wie von großer Bekanntschaft mit gedruckten und ungedruckten Werken, deren Herr C. selbst eine nicht unbedeutende Anzahl besitzt; die Geschichte der Juden in verschiedenen Ländern, von denen Belgien pragmatisch, andere, wie Polen, Italien, Frankreich u. a. chronikartig behandelt worden, sind höchst verdienstlich; der Anfang eines geographischen Wörterbuches für französische Ortsnamen bei den. Rabbinen ist sehr beachtenswerth und z. B. die Erklärung von dem Geburtsorte des Kritikers Abraham b. David mit ko^Mres (st. Leauesii-iz, wie man nach Zunz annahrn, der den Ort jedenfalls richtig in Frankreich suchte), meiner Ansicht nach, eine dankbar aufzunehmende Berichtigung, und eine große Anzahl literarischer Notizen bereichert die jüdische 'Littrraturgeschichte. Und dennoch bleibt man immer zweifelhaft, wenn man ohne weitere selbstständige Untersuchung 'sich den Behauptungen C.'s anvertrauen soll, und wo diese nicht gestattet ist, da kann der redliche Forscher nichts Anderes thun, als — abwarten, bis ein Zuverlässiger bestätigend austritt. Zu dieser Vorsicht nöthigt erstens schon die Ungenauigkeit, mit der man allgemein bekannte Quellen von C. wiedergegeben sieht. Der Brief von Chisdai b, Isaak Sprot an Josef, den König der Chazaren und dessen Antwort war früher bereits besonders gedruckt, von Vurtorf seiner Ausgabe des Kbusari vorgesetzt, dem andere Herausgeber dieses Buches darin folgten.' Herr C. übersetzt in einer Abhandlung über die Chazaren diese Briefe, von denen der des Chisdai in prunkvoll gereimter Prosa, nach arabischer Weise, beginnt; aber man staunt über die Unrichtigkeiten, welche C. sich da zu Schulden kommen läßt. Von der ersehnten Rückkehr nach Palästina sprechend, sagt z. B. Chisdai: „Die Betrübten der Zeit (vergleiche Zesan. 3, 18)