Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 3 · p. Seite 456

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Zeitschriften
Date
1844-01-01
Page
Seite 456 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929045-2932499--3129-2932574
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

456 Nachrichten. zu den letzten, die ein warnendes Wort sprachen, und es ist natürlich, das; man bei dieser sich feststellenden Stimmung auch ohne weitern Grund Behauptungen, für welche C. zwar Belege anführte, die jedoch von Andern nicht geprüft werden konnten, entweder dahingestellt sein ließ, bis bewährte Belege sich fanden, oder selbst geradezu bestritt *). Allein es ist bedauerlich, daß Herr C., der *) Dies ist z. B. der Fall mit seiner Behauptung über das Buch der ,,49 Middoth." Dies Buch, das in Jalkut, Nasch i, Ebn Esra und Thoßafoth bald schlechtweg, bald als Mischnah oder Baraitha oder Midrasch und von E. E. als von R. Nathan Herrührend erwähnt wird, ward von Napaport und nach ihm von ZunZ (gottesd. Vort. S. 91 u, 92) als ein vormischnaitisches Buch betrachtet, das den im Thatmud oft vorkommenden N. Nathan zum Verfasser habe, nach Zahlen geordnet sei und „halachische, hagadische oder sonst wissenschaftliche Gegenstände, die in Bezug auf die Zahl dahin gehörten," zum Inhalte habe; C. berichtigte diese Ansicht damit, daß er eine Stelle'des Mordochai Khmntino nachwies, welche diese Baraitha als mathematischen Inhalts erklärt und deren Anfang citirte. Napaport, überhaupt zuweilen mit einer zu weit getriebenen Vorliebe früher aufgestellte Ansichten festhalrend und mit einer gewissen Gewaltsamkeit vertheidigend, verwirft in Kh. CH« VI S.' 112 ff.° entschieden diese Berichtigung, und er weiß seiner allerdings schwachen Verteidigung eine gewisse Folie zu geben durch Nachweis anderer Ungerianigkeiten bei C. Bei einer genaueren Betrachtung sieht man jedoch, daß die Napaport'sche Ansicht auf sehr schwachen Füßen fleht. Seine frühere Stütze, daß, wie Zunz (a° a. O.) es ausdrückt, „N. Nathan es liebte, in der Halacha sowohl als in der Hagada, das Zahlenverhältniß der Dinge anzugeben," har -bereits der Verfasser ves Buches ,,Nabiah" dadurch entkräftet, daß er von andern alten Lehrern ganz dasselbe Verfahren nachweist, und R. (Kh. CH. VI S. 98) sucht sein Eingeständnis nur hinter eine gewisse Umdeutnng seiner Worte zu verstecken;, die andere Gegenbehaupttlng R?s, das Buch habe nach den Anführungen der Alten offenbar einen andern als mathematischen Inhalt gehabt, erweist sich gleichfalls als unrichtig, wenn man die Stetten wirklich nachschlägt, da E. Ees ausdrücklich als ein mathematisches Buch bezeichnet, die hanprsächLichett andern Verweisungen auch für einen solchen Inhalt sprechen und das Uebrige, was nicht streng, mathematisch ist, sich doch jedenfalls nach der Sitte rabbinischer Schriften, die selbst bei der Verhandlung wiffenschaftLicher Fragen gern auf. Midraschisches abschweiftm, leicht anschloß. Merkwürdig wäre es

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.