Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 3
- Article
- Schimschon. ein Lexikograph in Deutschland
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 2)
- Language
- German
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414 Bibliographie. . vergessen worden und ihren Produkten wendet sich die Aufmerksamkeit in viel geringerem Maße zu. Ist es auch wahr, daß jene zum geschichtlichen Verständnisse der jüdischem wissenschaftlichen Entwickelung weit wichtiger sind, ja findet sich sogar in ihren Schriften Vieles, waS noch heutzutage der Wissenschaft förderlich sein kann, weil es von der -Vorzeit noch nicht erschöpft worden, bei Len Werken der Franzosen und Deutschen hingegen Beides weniger der Fall ist: so muß uns doch zur Kenntniß deS geistigen Lebens unter den Juden des Ilten und 12ten Jahrhunderts in Frankreich und Deutschland eine genauere Bekanntschaft mit den Leistungen derselben auf diesem Gebiete um so wichtiger sein, als man sie gewöhnlich ganz und gar in die rabbinisch-Lhalmudische Richtung nrrfgegarigen hält und ihnen den Entschluß nicht zutraut, auch selbstständig sich den Gehalt der Bibel erschließen zu wollen: Und dennoch war eine bedeutende Anzahl von Männern vorhanden, welche, soweit ihr Gesichtskreis reichte, sich diese Aufgabe stellte und zwar meistens neben den gründlichsten thalmudischen Studien. An der Spitze derselben begegnen wir dem berühmten Gerschom b. Jehudah, dessen Maßorahabschrist so häufig in den Vibelhandschristen erwähnt wird) sein Bruder Makhir ist bekannt durch rin „Alsabeth," d. h. ein Wörterbuch, von dem nur karge Anführungen unS geblieben sind, und auch Josef b. Samuel Töb'elem's (Bonfils) maßorethische Studien werden nicht selten erwähnt. WaS Salomo b. Isaak aus Troyes (Naschi) als Ereget geleistet, wie weit seine grammatischen Forschungen reichten, ist, wenn auch bis jetzt ein ans allftitiger Prüfung hervorgegangenrs Unheil noch fehlt, doch sehr wohl bekannt. Nicht minder aber verdient auch Tobiahn ben Eli'eser wegen seines Lekach tob (vergl. Zunz, gottesd. Vortr. S. 293 ff.) genannt zu werden, der in diesem Werke zwar zunächst aus altern Midraschim, in den uns erhaltenen Theilen besonders aus Sifta und Sifre, sammelte, aber nebenbei zuweilen auch ganz einfache" grammatisch- Bemerkungen macht*), diese, wenn auch nicht immer glücklich, zur Erklärung *) So erklärt er den ungewöhnlichen Gebrauch des Inf. 3 M. 6. 7 (f. 9 c): W N N1K