Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 388 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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388 " Nachrichten. verschiedechen kleineren Arbeiten, welche Taschenbücher Jahraus Jahrein bringen sollen, alle die Klippen umschiffen können, welche hier dem Dichter entgegentreten) es ist daher sehr natürlich, daß das Publikum nicht lange das Interesse, welches das ästhetische Produkt ihm einzuflößen oerfehlt, durch den jüdischen Jahalt, sowie das Interesse, welches der Mangel an ernster Besprechung wichtiger Lebensfragen zu erwecken unterläßt, durch das ästhetische GewaNd sich ersetzt. Ein jüdisches Jahrbuch muß einen religiösen, historischen und gemeinnützigen Gehalt haben, der allerdings nicht bloS in faßlicher Rede, sondern auch mit dichterischem Schmucke auftreten mag; das eigenthümlich ästhetische Element darf auch eine Stelle einnehmen, aber nicht ausschließlich vorwalten. Glücklicher war daher der Gedanke, der von Herrn Klein ergriffen ward, ein Jahrbuch mit einem Kalender zu verbinden, ein Gedanke, der von ihm bereits in drei Jahrgängen und ein Jahr später auch von Herrn Isidor Busch in Wien ausgeführt ward, von dessen Kalender und Jahrbuch nun auch zwei Jahrgänge vorliegen. An dem Kleiu'schen Kalender selbst ist Vieles auszusetzen; er ist noch ganz das alte „Luach)" ein unverändeter Abdruck des gewöhnlichen jüdischen Breslauer Luach. Dieses aber denkt so wenig an Verjüngung und Berichtigung, daß es noch ganz miitelalterlich in hebräischer Sprache angiebt, es erscheine „unter der Herrschaft nnsers Herrn, des mächtigen, großen, weltberühmten, barmherzigen, weisen und frommen Königs...," daß es in seiner vorausgeschickten Zeittafel ganz genau weiß, im I. 2667 n. E. d. W. sei, „die Musik durch Merkur erfunden," im I. 5271 j51t) seien „die ersten hebräischen Bücher gedrückt worden," während eine große Anzahl jüdischer Werke bereits viel früher, die ersten aber in Italien schon 5235 — 1473 erschienen sind, und andere ähnliche Unrichtigkeiten. Auch die liturgischen Bemerkungen und die Erinnerungen für einzelne Tage sind beibehalten. In jenen lesen wir z. B., an den vier ausgezeichneten Sabbathen werde die Formel Ab Ha-Rachamim nicht gesprochen, aber, wird dann hinzugesügt, „im Namen des -Rabbi Eliah rabbah spreche man es <->Od0 72"! '^8 ^28)/ abgesehen wn dem klassischen Ansdrucke dieser Bemerkung, muß man über de» Nabln staunen, der hier erwähnt wird, den» Eliah rabbah ist der Titel