Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten. 387 sucht besser befriedigen können, als Diejenigen, welche sich zu ihr herablaffen; eine Erwartung, Vie auch in Gallizien und Litthauen theilweise erfüllt wird. —- Die Monatschrist brachte übrigens schätzbare bibliographische Mittheilüngen, manche gerettete alte Denkmäler der jüdischen Litteratur, schön geschriebene, durchdachte und gehaltvolle neuere Arbeiten; doch mußte man zuweilen auch neuere hebr. Gedichte, die selten Werth hatten, sich gefallen lassen. Wenn wir uns nun nicht wundern, daß sie nicht lange am Leben sich erhalten, so ist sie doch, wie bereits gesagt, ein erfreuliches Zeichen von.der reichen Entfaltung des jüdischen Geistes in Deutschland. Zum Theite in diese Übersicht gehört auch das „Museum zur Unterhaltung und Belehrung für die israelitische Jugend," welches von Herrn K. Klein in Brieg (jetzt in Breslau) seit der Mitte des Jahres 1839 in Zwanglosen Heften herausgegeben wird. Ohne bestimmte Tendenz brachte es ebenso Aumuthiges wie Belehrendes, und wenn es auch weniger in. das Leben eingreifend erscheint, so mag es doch oft erfreut und unterhalten haben, auch nicht ohne anregende Kraft geblieben seiu. Indem nun von Zeitschriften blos noch die nicht sonderlich glücklichen Auferstehungsversuche der „Sulamith" und des „Jedidia" (neues Archiv des Judenthums) zu erwähnen sind, verlangen noch die Jahrbücher, welche sich an den Eintritt des jüdischen Kirchenjahres anschließen, eine besondere Besprechung. Den Gedanken dazu lieferten zuerst die in großer Anzahl erscheinenden Taschenbücher, die freilich meistens keinen weitern periodischen Charakter haben, als daß sie jedes Jahr mehre kleine belletristische Productionen in buntem Gewände zusammenstellen; auch die ersten jüdischen Taschenbücher thaten ein Gleiches, nur daß die Erzählungen und die lyrischen Ergüsse einen jüdischen Stoff zum Gegenstände oder doch eine jüdische Färbung hatten. So erschien ein Mal „Jeschnrun... auf das Jahr 5601 (Octob. 1840) von Carl Maien (pseudonym für Wolfsohn aus Odessa) und Siegm. Frankenberg" mit einem (sehr mißlungenen) Stahlstiche Riesser's und „der israelitische Musen-Almanach von Vr. Mayer, Rabbiner in Hechingen." 1840. Die Tendezpoesie hat jedoch immer mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, und so treffliche Romane jüdischen Inhalts wir auch haben, so ist doch nicht zu erwarten, daß die