Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten. 385 hin Bildung zu verbreiten, mag wohl bei den Herausgebern weniger Veranlassung gewesen sein, als er von Andern begierig erfaßt ward. Allem der' Erfolg zeigte, daß man doch von unrichtigen Voraussetzungen ausgegangen sei, und^wenn bereits im Jahre'1794 bei dem Versuche, den „Meassef" wieder in's Leben zu rufen, Joel Löwe witzig sagte: „sie fragen mich, ob der Sammler fortgeht oder eingeht? doch ich erwidere: es fehlt nicht an Schreibtust, sondern an Leselust " *), so zeigte sich nun am Schlüsse des zweiten Jahrgangs des „Zion," daß es fast mehr au Arbeitern als an Abnehmern fehle; die bereits früher erfolgte Beeridigung der „Annalen" und der Tod Creizenach's hatten gleichfalls das Ihrige beigetragen, dieses Unternehmen zu unterbrechen. In der That ist nun einmal die Verwendung der hebräischen Sprache als Schriftsprache in Deutschland blos noch eine Sache der Kunst, der sich immer mehr verringernden Liebhaberei; das Bedürfnis; drängt nicht mehr dazu, da die gewandte Behandlung der Muttersprache allen Denen, die ein Recht haben mitzusprechen, vollkommm zu Gebote steht, die Theilnahme des größeren Publikums erfordert im Gegentheile die Allen verständliche Sprache,, und auch die wahre Wissenschaft muß darauf bestehen, daß ihre lebensvollen Gebilde, wie sie gedacht, innerlich empfunden, also in-der Muttersprache, so auch dargestellt werden, nicht aber durch die Umsetzung in eine fremde todte Sprache die rechte Innerlichkeit verlieren, ein nicht eigentümlich ungehöriges, und daher nicht eng anschließendes, sondern ein erborgtes, bald zu enges bald Zu weites Gewand anlegeu. Nicht minder muß die anzustrebende Bildung und Lebensentwickelung verlangen, daß auch das innerlich jüdische Leben sich nicht abschließe, seinen Gedankeniuhalt nicht in einer eigentümlichen Form anspräge und daher weniger in Berührung komme mit den übrigen Verhältnissen; soll ein Einklang erzielt werden in allen Beziehungen des Lebens und Erkennend für den Juden, soll seine allgemeine Bildung mit seinen religiösen Anschauungen, seine bürgerlichen und geselligen mit seinen confessionelleu Pflichten Ln Zusammenhang gebracht werden, so ist gerade das sicherste Mittel dazu, die Sprache, die alten übrigen ') VII, 119: ' '.NO'O 128'2