Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 13)
- Language
- German
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334 Nachrichten. und des Herrn vr. Jost, von welcher die Rede ist,, mögen wohl besonders zwei Grunde hervorgerufen haben. Zuerst hielt Creize- . nach sie von seinem Standpunkt aus für ein wirkliches Bedürfniß, -wie er Dies schon im Jahre 1824 in seinem „Geist der phari- . säischen Lehre" aussprach und auch mir oft später privatim wiederholte. Creizenach hielt sich gerne an das Detail der Satzungen und suchte das Leben mit demselben in Einklang zu bringen) indem er mit acht wohlwollendem Sinne das so Vielen Heilige nicht erschüttert, aber auch das Leben nicht beengt sehen wollte; er ließ sich durch diese gute Absicht verleiten, die verschiedensten Ausgleichungsversuche zu machen, er aecordirte gewissermaßen, aber mit einem Herzen voll warmer Pietät, mit dem Nabbinismus und suchte ihm nachzuweisen, wie Nachgiebigkeit ihm Pflicht sei, wie das Verlangte wirklich in der oder jener Quelle, durch diese oder jene Deutung seine Begründung finde. Dies nöthigte ihn zu Discussionen, die zu sehr im Geiste des rabbinischen Thalmudismus waren, als daß eine ausführliche Erörterung in deutscher Sprache nicht große Weitläufigkeit und Dunkelheiten hätte herbeiführen müssen; dabei fürchtete er auch dann Vieles dem Spotte und der Mißdeutung ausgesetzt zu sehen,, was er stets mit Schonung behandeln mochte. Die Verhandlung über diese Gegenstände in rabbinisch-hebräischer Sprache schien ihm allen diesen Übelständen abhelfen zu können, und zugleich versetzte sie ihn, wie er dachte, auf einen der Orthodorie befreundetern Standpunkt, die er in seines Gutmütigkeit gleichfalls für gutmüthig genug hielt, sich zur Einstimmung bewegen zu lassen. Andererseits hatte Herr Or. Jost durch seine. bereits früheren .vielfachen Verbindungen wie durch seinen literarischen Nus für die „Annalen" auch viele Mitarbeiter aus jenen Gegenden gewonnen, in denen das Hebräische noch mehr Schriftsprache ist, und wo das litterarische Interesse sich noch mehr dem gelehrten Detail zuwendet; deren Arbeiten waren aber, abgesehen von der Mühe, sie immer zu übersetzen, der Tendenz der „Annalen" oft wenig angemessen, hatten jedoch für einen gewissen Kreis Werth genug, um ^ste nicht der Öffentlichkeit zu entziehen. Eine hebräische Monatsschrift nun konnte auch diese Zusendungen sammeln. Der Gedanke, daß das Hebräische die Bestimmung als Gelehrtensprache' für die Juden habe, das beste Mittel sei, überall-