Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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361 Bruno Bauer und die Juden. Verwirklichung sie aus sich Heralls gebaren. Wenn nun die Kritik auf jedem Standpunkte zur Consequenz, .zur weiteren Durchführung des Prineips drängt, welches bereits den einen Schritt getham und nun auch die andern nothweudig thun müsse, so ist diese Kritik vollkommen berechtigt und fördernd) man wird sich freilich auch da von Seiten derer, die den einen Schritt gethan, aber, in dem Kampfe mit der Starrheit, die als Erbübel vorhanden ist, dm zweiten noch nicht thun konnten, noch nicht zu thun wagen, den Willen ihn zu thun noch nicht eingestehen mögen, ihn vielleicht noch gar nicht haben, man wird sich, sage ich, von Seiten derer, die so inn Strome der Geschichte schwimmen, gewiß auch zuweilen gegen diese That der weitertreibenden, Halbheit aufdeckenden Kritik stemmen, doch vergebens, der weitere Fortschritt wird das volle Recht und die Heilsamkeit derselben offen vor Augen stellen. Allein wenn die Kritik über den ersten und Zweiten Schritt den Stab bricht, wert nicht alle zusammen geschehen sind, wenn sie die ganze geschichtliche Fortbewegung verspottet, die Gesundheit ihres.Prineips leugnet, weil doch noch immer Schatten und Mängel zu sehen sind; so beweist sich eine solche Kritik als eine hohle, der Kenntniß des Entwicklungsganges in der Geschichte entblößte, als eine abstracte und terroristische, sie hat über ihre Unfähigkeit zum Urtheiten selbst das Urtheil gesprochen. Eine solche Kritik ist aber die Baner'sche. An der Schwelle dieses Jahrhunderts tritt eine edle, sinnige Gestalt uns entgegeui Moses Mendelssohn, ein Manu, wie ihn nur der Geist der Geschichte in seiner vollsten Macht erzeugen kann. Die gewaltigsten Schranken thürmten sich um ihn empor, er wußte sie zu umgehen und zu untergrabender lernte aber auch, daß es unzeitig und zweckwidrig sei, gegen sie anzustürmen, das Vorurtheil umlagerte ihn, er verstand es zu besänftigen) er bezwang sich selbst und ward ein Genius der wahren Weisheit, der reinsten Menschenliebe Frühzeitig ward seine Körperkrast gebrochen und der Keim des-Siechthums in ihn gelegt, aber sein Geist-'kräftigte die schwache, adelte tdie unscheinbare Hülle) drückender Mangel umdüstene die Jahre froher Entwickelnug und drückte ihn doch nicht hinab) Engherzigkeit von beiden Seiten hinderte ihn in-seiner freien Entfaltung, sie wies dem Lehrer der Menschheit die.Kauft