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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 360

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 360 (sequence 36)
Language
German
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360 Meceryw.ll.^ und des äußern Dienstes abzuwerftn. Wäre die Idee in ihm erstorben, wäre sie wirklich durch die eigene Consequenzmachcr.ü, welckieRn den äußern trosttosen Umständen eine so traurige Begünstigung fand, erdrückt worden, es wäre längst geschwnlnden, es hätte dann wohl wirklich, wie Bauer meint (S. 77), „sich noch einmal aufgerafft, um sich zu erhalten," sich zu erhalten nämlich in der völlig erstarrten Form, es wäre zu diesem Zwecke dann wohl noch eine kurze Zeit „der furchtbarsten Krastanstrenguugen fähig gewesen, wäre aber, nachdem es sich von seinem Sterbebette krampfhaft erhoben, um so schrecklicher uiedergefallen, es hätte im Krampfe nur seine letzte Kraft erschöpft, in seinem Krampfe gegen sich selbst geschlagen." Es wäre wahrlich ein widerwärtiger Anblick, ein ganzes Jahrhundert hindurch —denn so lange ungefähr rechnen wir die neuere Zeit — die Juden gegen die Einflüsse von Außen, gegen alle humane Bildung ankämpfen zu sehen, umfangen von der eisigen Starrheit, in die das Judenthum versunken wäre And krampfhaft sich daran anFlammernd, Kräfte und Anstrengungen aufbietend, aber auch vergeudend, um den mächtigen sich außerhalb regenden Geist abzuwehren! Doch nein, die Geschichte hätte Ans einen solchen Anblick erspart, sie hätte Juden und Judenthum bereits hinweggerafft, sie wären von dem zermalmenden Nade, dem sie sich entgegenstemmen wollten, zerschmettert worden, und über ihren Trümmern würde der Geist siegesfroh hinwegschreiten. Welch ganz andern Anblick bietet uns aber diese Geschichte der neuern Zeit, einen Läuterungs- und Befreiungskampf von Innen, in dem die besten und edelsten Kräfte siegreich sich entfalten und aus einem errungenen Resultate neuen Mnth und gestählte Kraft gewinnen zur Erzielung eines weiteren höherem Resultates, einen Kampf allerdings mit der Starrheit, die das Judenthum in seiner zweiten Phasedurch innere Nothwendlgkeit und äußeren Druck angenommen, aber auch zugleich für die lebendige Idee, in der es eigentlich wurzelt, für deren Wiedereinsenkung in die höhere allgemeine Idee der Menschheit, Resultate des Kampfes allerdings, die, .weil blos schrittweise errungen, immer noch in Halbheit schwebend erscheinen, wenn man nicht den Maßstab der geschichtlichen Entwickelung, sondern den der vollendeten Idee und den einer abstrakten Eonsequenz anlegt, allein voll der schönsten Hoffnungen, deren

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