Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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343 Recensionen. Schroffheiten noch im hohen Grade überbietet. Hören wir ihn doch nur, wie er sich in derselben Schrift darüber ausspricht (S. 47 ff.): „Das jüdische Volk war das Volk, das eigentlich kein Volk war, das Volk der Chimäre, und nur darin noch inconsequent, daß es als wirkliches Volk eristirm wollte. Das Christenthum hebt diese Jnconfequenz, diesen falschen Schein der Volkseristenz auf und schafft das wunderbare, das heilige Volk der „königlichen Priesterschaft...." Das Judenthum hat kein wirkliches Staats- und Volksgesetz Hervorbringen können und war nur , eine Sammlung von Atomen. Diese Jsolirung ist im Wesen des Judenthums begründet, mußte also im Christenthum vollendet werden und wurde^ Pflicht und höchste Bestimmung des Gläubigen... Um dieser hypochondrischen Jsolirung willen ist das wunderbare .und heilige Volk der Gemeinde der Auserwähltm noch weniger als das jüdische Volk ein wirkliches Volk. Es ist nicht selber Volk, auch nicht durch sich selbst Volk, nicht durch und durch, ganz und gar Volk) in sich selber ist es überhaupt Nichts... Im Judenthum war Kunst und Wissenschaft unmöglich : in seiner Konsequenz (dem Christenthum) noch mehr, da in ihr alles Das vollendet und zum Ertrem getrieben^ ist, was im Judenthum selbst die freie und aufrichtige Beschäftigung mit der Welt und ihren allgemeinen Gesetzen unmöglich machte. Kunst und Wissenschaft find immer erst dann möglich, -wenn die Sorge für das persönliche. Bedürfniß den Menschen nicht mehr allein in Anspruch nimmt. In der Gemeinde soll aber der Mensch nie auf den Gedanken kommen, daß er sich der Sorge für seine Bedürfnisse mtschlagen könne; er soll durchaus und schlechterdings der Bedürfnifivolle, in sich selber Leere und Nichtige sein, also von der Sorge für sich selbst niemals frei werden: Kunst und Wissenschaft, die ihn mit Einem Schlage über seine Nichtigkeit erheben und seiner egoistischen und hypochondrischen Sorge für sich selbst ein Ende machen würben, find daher unmöglich oder streng verboten." Wir lassen für jetzt diesen großartigen Unsinn unbeleuchtet) wir werden später Gelegenheit haben, darauf zurückzukommem Jetzt suchen wir nur die Consequenz, auf die Bauer überall pocht und deren eiserner Starrheit bei ihm Alles weichen soll) seltsamer Weise ist sie ihm hier ganz abhanden gekommen. Denn nun