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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 338

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 338 (sequence 14)
Language
German
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338 mehr äußerlich nach den damaligen Umstanden, nach feiner Ausarbeitung im damaligen Leben, nach seiner Beschränkung durch Volks- und Ztitverhältnisse darzustellen bestim ist, aber die ächte' -Geistigkeit, die lebendige Idee des Judenthums, die allein es damals getragen und ewig trägt und in der Entwickelung der Zeitkäufe frisch erhält, also das prophetische. Element, in ihm zwar nicht fehlt, vielmehr überall durchscheint und die Ceremonieen mit seinem Strahle verklärt, aber doch nicht so allgewaltig hervortritt wie in den eigentlich sogenannten prophetischen Schriften, die von gleicher, ja in gewissem Sinne noch von höherer Bedeutung sind. Die Bedeutung des Pentateuchs liegt darin, daß er das ganze nothwendige Material, enthält, um die jüdisch-religiöse Idee > die Offenbarung, in die damalige Wirklichkeit einzuführen, die der Propheten, sie für alle Wirklichkeit empfänglich zu machen, sie über das Band, in welches verschlungen sie auftrat, zu erheben. Also ein biblisches Judenthum kennen wir mit seinem hehren Widerspruche und nicht einen einseitigen, wenn auch in sich folgerichtig abgeschlossenen Mosaismus, und den Vorzug unsers Juden¬ Lhums vor dem der Samaritaner, die, wie auch später eine andere Sette in ähnlicher Weise that, an. den zeitlichen Inhalt einer Vergangenheit sich anschließend und das höhere diese durchleuchtende geistige Moment verleugnend, die übrigen biblischen Bücher verwarfen und lediglich den Pentateuch umfaßten, wollen wir nimmer aufgeben. Ob ein solches biblisches Judenthum irgend einmal im Leben bestanden habe? wird sehr häufig von zwei verschiedenen Seiten höhnisch gefragt, und wieder offenbart sich in dieser Frage ein trübes Mißverständniß alles, geschichtlichen Lebens. Die Einen, denen sich auch^ Bauer anreiht, rufen uns zu: ihr-berust euch auf. die Prrpheten und ans deren erhabene Aussprüche, aber waren sie je von dem Volke anerkannt, wurden sie nicht vom Volke verfolgt, hat dieses je nach ihren Lehren gelebt, sie nicht vielmehr - verworfen? Roher Götzendienst und tiefe .Unsittlichke.it herrschten im Lebenwie die Propheten und die Geschichtsbücher selbst klagen. n Ist es denn aber wirklich so wunderbar, daß eben die hohe Idee von dem heiligen Gotte 'und der Heiligung des Menschen - einen Kaurpf mit der menschlichen Trägheit^ mit der NachahmungssuchL des in andern Völkern wuchernden Sinnlichen

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