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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 327

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 327 (sequence 3)
Language
German
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327 Bruno Bauer -und die Juden. Idee verschieden auffassen und unter deffi-rnannichsaltigen Formen der Erscheinung - welche geschichtlich ausgetreten,. eine als die einzig berechtigte betrachten. Diese Frage .ist besonders in neuerer Zeit, in welcher die' any-^ogene Religion und Confession bei den Denkenden nicht mehr, mit solch unbeschränkter Macht wurzelt, daß sie sich der Prüfung über ihre Berechtigung entziehen könnte, mächtig ausgetreten und hat ebenso scharfsinnige Untersuchungen wie abweichende Antworten erzeugt. Auch ist die Absicht, mit der man gegenwärtig an eine solche Untersuchung geht, häufig eine andere. Früher war bei Aufwerfung dieser Frage der Hauptzweck ein apologetischer; man stellte das Neligionssystem, zu dem man sich bekannte, auf und versuchte zugleich es als in der Geschichte und durch seine Wahrheit begründet nachzuweisen, aber auch die Polemik diente der Apologie, man bestritt ein fremdes Neligionssystem, um das seinige umsomehr zu befestigen, man unterschied sich weniger in der Darstellung /des angegriffenen Systems von dessen Verteidiger, als vielmehr in den Gründen, womit man seine Wahr^ heit zu bestreiten suchte, obgleich die Darstellung dann auch wohl zuweilen aus Parteieiftr, aus Unvermögen, in einen fremden Gedankeucomple.r einzugehen, getrübt werden mochte. Während diese Art der Behandlung auch in neuerer Zeit noch vorkommt, so ist jedoch die polemische Absicht/sei es in reformatorischem oder rein kritischem Sinne, in den Vordergrund getreten. Man gehl nämlich von einer Seite darauf aus zu zeigen, daß die Ansichten, welche innerhalb der Anhänger.der Confession über sie/verbreitet sind, ebensowenig geschichtlich begründet sind wie der Wahrheit entsprechen und will dadurch reformatorisch auf die Confession wirken, damit sie eine abweichende Ansicht, deren geschichtliche und philosophische Begründung versucht wird, als ihr tvahreS Eigenthum aufnehme.. Oder mau spricht auch offen anS, daß das System,- welches die Confession als solche mit Recht für sich anzusprechen hat) ein durch und durch irriges sei, mau befleißt sich dann oft gerade, mit größter Unbefangenheitdie geschichtliche Erscheinung, die eigenthümliche Form bestimmt uachzuweiseu, die Bekenner selbst aufmerksam zu machen, wo sie von dieser abgeirrt sind, vielleicht aus einem dunkeln Drange oder einem klaren Bewußtsein, daß das Halten an dieser Erscheinungsform unverträglich sei mit rich- 23 *

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