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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 326

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 326 (sequence 2)
Language
German
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326 Recensionen. hervorgehoben wird, ist ,gerade recht geeignet, die Begriffe darüber ins' Klare zu setzen.. Gehen wir daher immerhin zu dieser Erörterung, mag auch der äußere. Erfolg, wie es leider so häufig der Fall ist, wo es die Anerkennung der Rechte der Jiwen und des Judenthums in seiner wahrhaften Gestalt gilt, noch so geringe seinz für die innere Entwickelung büßt sie darum doch den Gewinn nicht ein. Ils. Die religiöse Seil c. / Das Gebiet, auf dem die sophistische Dialektik, das vage .Räsonnement den bequemsten Tummelplatz findet, ist. das der geschichtlichen Erscheinungen, welche in einem langen Laufe von Jahrhunderten mit den Zeiten sortgegangen sind und vielfache Umwandlungen erfahren haben; da nimmt ein Jeder, je nach seiner' eignen Anforderung, eine gewisse Gestalt, wie sie sich zu irgend einer Zeit strirt hat, und hält diese, fest, um von ihr auS das Ganze zu beurtheilen. Was ist, fragt man z. B., deutsche oder germanische Eigeuthümlichkeit? Leidenschaft zum Rausche und Hingebung an das Würfelspiel, antwortet der Eine und beruft sich auf Tacitus; hohe Achtung vor dem Weibe und ritterlicher Schutz des Schwächern, antwortet der Andere; die Freiheit des Individuums ist's, eritgegnet ein Dritter, das -Recht, von seines Gleichen nur öffentlich gerichtet zu werden, und ein Vierter behauptet im Gegentheile, es sei die treue Hingabe an den Willen des ererbten Fürstenstammes, das-Staatsleben in rein monarchischer Form, und Alle beziehen sich auf geschichtliche ThaLsachen, die ihre Behauptungen belegen sollen. Am ärgsten entbrennt der Streit aber bei dem UrLheile über die geschichtlichen Erscheinungen der religiösen Jvee^ über die historischen oder positiven Religionen. Da' in ihnen ein großer Theil -die Ansichten ausgedrückt findet, welche ihm Lebensregel sind, so müssen ihm diese Erscheinungen auch conform sein, und ebenso wie er sich ihnen anschmiegt, bildet er sie auch wieder nach sich. Die Setten im Judenthume oder Chnstenthttme gehen von je einem Historischen Punkte aus, aber die Fragewas ist Jndenthum? was ist Ehristenthum? wird von ihnen sehr verschieden beantwortet, indem sie die zu Grunde liegende

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