Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 54)
- Language
- German
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Retenst'onen 314 Wendigkeit einer vervollständigenden, ausbauenden und erweiternden Überlieferung begründen zu können glaubt, von ihr dann auch die VM den Gegnern als willkürliche spätere Zuthaten gerügten Bestimmungen ableitend, so weicht er damit jedoch von den andern Elementen der karäischen Grundlage, daß die Auffassung des Gesetzes einer regelrechten Bibelerklärung nicht widerstreiten darf, daß Modificationen unmöglich sind, durchaus nicht ab, nur daß er diese Marimen nicht gegen den Thalmud anwandte, vielmehr bemüht war, die thalmudische Gregeft als eine angemessene nachzuweisen und Modifikationen als nur scheinbar vorhanden darzustellen, da das alte Gesetz ganz dasselbe aussage. Saadias kommt auf diesem Wege dahin, daß er — wie Dies immer Lei einer systematischen Gestaltung eines bis dahin noch nicht ganz theoretisch festgestellten, wenn auch unfreien Verfahrens geht—, daß er thalmudischer als der Thalmnd wird, zuweilen sogar gegen den Thalmud verstößt, um nur die Grundlage nicht wankend werden zu lassen *) , r-MOI N17DN s l. DZ j NM 5 N1-^Z2 NZ1NZ Mdri NMZ OONÄ M - NNZl) drZPM N^'DNNI, nnndr M kn>z Z-WQ QMN NDOO nxnv e 1Z1 .1Z1 ^n NNM N^'Z^ --- :n^Z)Z OD.Q NMN1. 1Z n>'^. Die Antworten Ssalmon's werde ich später anführen. Indem ich Hier, um dieses Heft nicht ganz dem Saadias zu widmen, abbrechen muß, will ich diese Pause zur Einschaltung einiger Zusätze benützen, welche ich während des Druckes dieser Abhandlung zu machen Gelegenheit fand. Zu S. 276: Auch Saadias gedenkt ihm vorangehender, des Arabischen kundiger, Erklärer, womit er wohl gleichfalls Karäer meint, vergl. sein Scholien zu Hiob 1, L in 6e56nii 1k68auru5 s. v. 1. II p. 1003. — S. 281: Wenn fürFajmn in Klammern Pithorn gesetzt wurde, so soll damit nicht jenes mit dem biblischen-Pithom wirklich identisieirt, sondern blos die Benennung des Ortes bei den jüdischen Geschichtschreibern des Mittelalters, welche allerdings diese Jdentificirung (nach Saadias Vorgänge in seiner Übersetzung > Vornahmen, angegeben werden. — S« 282 u. 286 A. 2 u. 3: Ueber S. Wörterbuch „Zggaron^ hat Dukes jüngst (Orient 1843 Lb. N. 4L S. 660) die seltsame Ansicht aufgestellt, daß es mit der ,,Erklärung der siebenzig Wörter^ -identisch sei; bevor wir die Gründe für diese Behauptung gehört