Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 50)
- Language
- German
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310 Recensionen dem Wege der Väter abzuweichen. Wollte Isaak-nicht einmal die Namen der Brunnen, die von seinem Vater herrührten, ändern, wievielmehr ist demnach an Sitten, Bräuchen und Zucht der Vater festzuhalten! Vielleicht ist auch mit seinem Namen deshalb, nicht wie bei den andern Erzvätern (wo Abram in Abraham, Jakob in Israel verwandelt wurde), keine Veränderung vorgegangen; dies ist Maas gegen Maas (d. h. gerechte Vergeltung)"*). Seine Verwahrung gegen christliche Deutungen bezieht sich mehr auf Auffassung der Stellen als auf. die Übersetzung. So weist er Beweise aus Stellen ab, in denen von Gott in der Mehrheit gesprochen oder wo gar Noch bestimmter eine Beziehung auf drei Personen gesucht wird 2), ebenso verwahrt er sich gegen die Norhwendigkeit, sündigen zu müssen, d. h. gegen die Erbsünde, vielmehr behauptet er die Möglichkeit eines vollkommen frommen sündlosen Menschen und erklärt die Stellen, welche das Gegentheil auszusagen scheinen, etwas anders^), und natürlich bestreitet er Erklärungen von Schriststellen, welche die Erlösung als bereits im Laufe des zweiten Tempels vor sich gegangen feststellen wollen mnd einen neuen Bund statt eines alten setzen^). Von Einfluß auf die Übersetzung ist Dies z. V. bei Stellen, wo von Gottes Geiste scheinbar als einem selbstständigen Wesen gesprochen wird, was er zu verwischen bemüht ist; so übersetzt er Jes. 40, 13 nicht „wer ergründet den Geist Gottes?" sondern: „wer schuf den Wind? Gott" 5), u. das. 48, 16: „der Herr schickt mich mit seiner Prophezeihung ^). Gegen Christen und Mohammedaner zugleich ist es gerichtet, wenn er in Stellen wie 5 M. 32, 2 der Erwähnung, Gott sei in Sheir und Paran erschienen, was üuf Jesus und Mohammed gedeutet wurde, dadurch diese Beziehung zu entziehen sucht, daß er diese beiden blos andere Namen für Ssinai sein läßt?). Bschai z. St. Abschnitt. Tholedoth k. 35 ti. Enrnnoth 16 3 u. 5. Z) Das. V, Z. 4) Das VUZ, 3. u. UI, 8. IN vergl. E. E. u. Munk S. 37 u. 38° b) vergl. Kimchi das.. Emunoth II, 3 u. Munk S. 38» Emunoth I!6 8, vergl. oben S« 283.