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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 309

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 309 (sequence 49)
Language
German
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Saadias. 309 Palästina einziehen werden, als solche dargestellt werden, die zur Zeit der Aussendung der Kundschafter noch „nicht (zwischen) Gutem und Bösem (zu unterscheiden) wissen," so widerstreitet Dies doch dem Berichte 4 M. 14, 29 u. 33, wonach blos die damals über zwanzig Jahre alten Männer Ln der Wüste sterben sollten, sowie auch Josua 5, 4 u. 6 blos gesagt wird, daß die aus Ägypten ansziehenden „kriegsfähigen" Männer in der Wüste gestorben seiend Saad. bezieht daher den sonst ein unmündiges Kind bezeichnenden Ausdruck, daß eS nicht wisse Gutes und BöseS, auf die Kricgsführung und faßt alle darunter, welche hierin keine Einsicht haben - . Wenn er in dieser Art äußere und innere Widersprüche zu beseitigen, Ungewöhnliches in Thatsachen, Geboten und Ausdrücken zu verwischen sucht, aber dabei häufig weniger auf die Angemessenheit der Erklärung zum vorliegenden Schriftworte als auf die plane Verständigkeit des zu erzielenden Sinnes sieht, er sich also, oft nicht zum Vortheile, einer gesunden Engest, von dem Streben nach Befriedigung seines allgemein philosophischen Bedürfnisses leiten läßt, so mischt sich in seine Auffassung der Bibel nicht minder das Streben nach Begründung der specifisch konfessionellen Annahmen, und ist ihm Dies ein weiterer Beweggrund zu eigenthümlichen Umdeutungm. Er legt schon die allgemeine Ansicht, nicht von dem Überlieferten abzuweichen, manchen Stellen gern unter. So übersetzt und erklärt er Spr. 18, 1: nur nach Wollust strebt der (von dem Glauben der Gemeinschaft) sich Losreißende, gegen jede Belehrung streitet er*)) die Stelle 1 M. 26, 18, wo es heißt, Isaak habe den Brunnen wieder dieselben Namen gegeben, mit denen sie sein Vater belegt hatte, benützt er zu folgender Digression: „Da die Schrift Dies ausdrücklich erzählt, so scheint. ihm das als Act der Frömmigkeit angerechnet zu werden) darin liegt nun für Jeden die ernste Mahnung, nicht von *) "NÄ (nach ms. Poe.); von ihm scheint wohl E. E. auf diese Schwierigkeit aufmerksam gemacht zu sein und bemerkt deshalb, die Schrift erwähne mit den Unmündigen bloS den größeren Theil, ohne die Andern ausschließen zu wollen. ') Bergt. Kimchi 8. v. "NO. Züd. Zeitschr. V. Bd. 22

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