Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 46)
- Language
- German
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306 Recensionen Rebekka, indem sie Jakob zuredel, statt Esau dein Water wohlzubereitete Speisen zu bringen und sein Bedenken, daß er erkannt werden mochte, niederzuschlagen sucht, sagen sollte: auf mich (komme) dein Fluch (I M. 27, 13); vielmehr heißt Dies: es liegt mir ob, deinen Fluch zurückzuhalten ^). Daß David erst im dritten Jahre der Hungersnoth den Grund derselben zu erforschen sucht (2 S. 21,1) würde unangemessen sein; allein im ersten Jahre glaubte er, sie liege in dem natürlichen Laufe der Dinge, im zweiten glaubte er sie durch Micha's Götzenbild verschuldet und räumte dessen Überreste weg, und erst im dritten merkte er, daß ein ihm unbekannter Grund verhauden sein müsste). So ist es ihm auch unwahrscheinlich, daß zur Zeit der Deborah Götzendienst geherrscht habe, er übersetzt daher Nicht; 5, 8 nicht „man wählt neue Götter," sondern „Gott wählt neue Männer" 3). In solcher Weise will Saadias alles Ungewöhnliche erklären und giebt oft seltsame Einfälle mit sehr naiver Sicherheit als Erklärungen. Warum wurden gerade Bezalel und Oholiab zu Anfertigern des Tempels auser- ,sehen? Weil jener aus dem Stamme Juda, dieser aus dem Stamme Dan war, der erstere Stamm aber von Jakob, der letztere von Moses zu einem Löwen verglichen worden, der Löwe nach hinten enger wird, gerade wie auch der Tempel! Es ist unmöglich, daß auf die Steine, welche im Jordan errichtet werden sollten, das ganze Gesetz geschrieben werden konnte; es war also wohl blos ein Auszug, gewissermaßen Inhaltsangabe *). Warum der lat. Uebersetzer mißversteht es, wenn er dies wiedergiebt mit in me retunctatur, vergl. vielmehr E. E. z. St. Auch die Thargumim, und namentlich das babylonische unter dem Namen des Onkelos, haben Anstoß an der Stelle genommen und verschiedentlich abzuhelfen gesucht. 2) Mmchi z. St. 3) so führt Schnurrer in seiner Abhandlung über dieses Cap. (äiss. p. 48) aus dem ms.?oc. an, was ohne Zweifel auch die Uebersetzung des Saadias ist. 4) E. E. zu 2 M. 31, 2 in beiden Neeensionen, vergl. Traet. Mddoth e. 4 Ende. s) Er übersetzt 5 M. 27, 3 (und ebenso V. 8 im ms., während wortlich in Polygl.) '"ON ^2 mit vergl. E. E. und. Bechai z. St. >