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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 304

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 304 (sequence 44)
Language
German
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304 Recensionen deßgleichen heißt der Netter Israels nicht „Gott (ist) unsere Gerechtigkeit" (Jer. 23, 6), vielmehr sagt die Stelle aus: „und dies ist sein Name, den ihm Gott beilegen wird: unsere Gerechtigkeit*). Allein Saadias beschrankt sich nicht daraus, Gottes unwürdige Vorstellungen und Bezeichnungen zu umschreiben, überhaupt geht sein Bestreben dahin, das Widervernünstige, mit den Naturgesetzen durchaus Unverträgliche zu verwischen. Er ist zwar den Wundern keineswegs gram, im Gegentheile liegt nach ihm in der Verrichtung der Wunder gerade die rechte Beglaubigung der Propheten, da die göttliche Macht, welche die Wesen so eingerichtet und ihnen gewisse Eigenschaften beigelegt hat, dieselben auch umgestalten und die Wirksamkeit der inwohnenden Kräfte unterbrechen kann, und sic thut es, um die Menschen von dem höhern Aufträge der Gottgesandten zu überzeugenallein ein solches Wunder muß auch immer vorher verkündet werden, da sonst alle Wahrheit aufhöretr und alle Wirklichkeit schwankend würde 2). Das Sprechen der Schlange mit Eva (1 M. 3, 1 ff.) sowie das Reden der Eselin Bileams (4 M. 22, 28) ist ihm daher auffallend, und er meint, ein Engel habe in ihrem Namen das Wort genommen/ wenn es heißt (1 M. 9, 13): „meinen Bogen habe ich in die Wolken eingesetzt," so kann Dies nicht bedeuten, daß erst nach der Sündfluth durch einen besondern Willensatt Gottes der Regenbogen geschaffen sei, da dieser ja durch die ewigen Naturgesetze erzeugt wird, vielmehr heißt es, daß das Erscheinen des Regenbogens, welches von jeher im Naturgesetze begründet war, aber während der Sündfluth, wo der Regen nicht aufgehört hatte und die Sonne nicht hervoo gekommen, unterbrochen war, künftig als Vundeszeichen zu betrachten sei 3). Während dieses Vundeszeichen als Gnadenzeichen einer r) E. E. I M. 33, 20. 2 M. 17, 1.6 der zweiten Ree. 18, 3. 34, 6 1 der 2. Ree. Die erste Stelle ist übersetzt: „ und er rief vor ihm, den Ramm / des mächtigen Gottes, des Gottes Israels." Uebrigens folgt an allen diesen Stellen wiederum blos dem Dhargum. -j 2) Emunoth re. III, 4. 2) E. E. an den a. O. u. Kimchi zu der ersten und letzten Stelle die Ueders. der letzten lautet: m „der Bogen, den ich eingesetzt habe, er sei re." h

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