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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 303

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 303 (sequence 43)
Language
German
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SaadiaS. 303 theile: Du wendest nun ihr Herz, das ehedem rückwärts gekehrt war; wenn Ezechiel (14, 9) Gott sagen läßt: ist ein Prophet verführt, so habe ich ihn verführt, so erklärt S.: ich zeige ihn Allen als einen Ner? führten; spricht nun aber gar das strafende Wort Gottes zu David: ich nehme deine Frauen vor deinen Augen, gebe sie einem Andern, der ihnen dann öffentlich beiwohnen wird (2 S. 12, 11) und ist dies dann von David's eigenem Sohne Absalom ausgeführt worden (das. 16, 22), so ist hier, nach ihm, wohl zu unterscheiden .zwischen der Strafe Gottes und dem, was das Werkzeug der Strafe ans eignem bösen Antriebe hinzufügt und von Gott nur voraus verkündet wird: Strafe ist blos, daß Absakorn dem David die Gewalt aus Händen reißt, der Mißbrauch dieser Gewalt ist dessen eigenes Werk >). Allein es kommen doch auch Stellen vor, in denen von hochgestellten Männern, von Propheten eine Beschränktheit Gottes angenommen wird? Prüft nicht Gideon Gott, bevor er zum Besreiungswerke geht; will Ionah nicht Gott durch die Flucht sich entziehen? Auch hier muß die Umdeutung aushelfen. Gideon will nicht Gottes Macht prüfen, sondern blos einen Beweis haben, daß er zum Befreiungswerke tauglich sei; Ionah aber war bereits, ehe er geflohen, wirklich nach Ninive gegangen und hatte seinen Auftrag vollzogen, wenn auch die Schrift dessen nicht gedenkt?). — Ebenso scheint es ihm der schuldigen Ehrerbietung gegen Gott nicht entsprechend, wenn Altäre, heilige Städte und Personen mit Namen belegt werden, die ihnen etwas Göttliches zuschreiben; wenn daher ein Altar benannt wird: Gott (ist) der Gott Israels (1 M. 33, 20) oder Gott (ist) mein Panier (2 M. 17, 16), so entzieht er an beiden Stellen dem Mare diesen Namen, erklär an der ersten: Jakob nannte ihn (nämlich Gott, nicht den Altar den Mächtigen, den Gott Israels, und übersetzt dle zweite: uw Gott nannte seinen (des Altars) Namen: mein (Ort des) Wun ders. Auch wird einst die Stadt nicht heißen: „Gott (ist) dm (Ezechiel Ende), sondern es muß übersetzt werden: der Name dc Stadt (wird dauern) von der Zeit an, daß Gott in ihr ist, uw *) Vergl, Emun-th re.!V, Z u. 4 und Kimchi zu den angegebene Stellen. Vergl. oben S« LS4 u. E. E. zu Ionah 1,!.

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