Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 283

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 283 (sequence 23)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2929020-2929041-2929044-2932213--2948-2932383
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Saadlas. 283 und ^^,(2es. 38,12) y. wohnen ^); ganz falsch hingegen und aus dem sehr natürlichen Mangel an Kenntniß des Griechischen und Lateinischen herrührend ist es, wenn er (Ps. 123, 4) mit dem in die Mischnah aufgmommenen gräeisirten lateinischen Worte loZio, Legion, combinirt^). Zuweilen jedoch scheint er die Vergleichung, wo sie auch nahe lag, zu ignoriren, wie wenn er (1 M. 45, 17) mit „durchbohren, antreiben" wiedergiebt und nicht mit „beladen" 3). Daß er auch das verwandte Arabische, seine Mutter-und Schriftsprache,-zur Erklärung nicht übersieht, ließe sich schon voraussetzen., wenn es auch nicht ausdrücklich berichtet würde 4). Allein trotz diesem ausgebreiteten sprachlichen Studium, zeigt sich nicht blos sein eigner hebräischer Ausdruck in den für Festgebete bestimmten Gedichten ungrammatisch mit Neubildungen und Verwechslung der schwachen Stämme^), wie dies namentlich den Babyloniern, Italienern und Deutschen in ihren Gedichten eigen ward, wenn auch freilich Saadias nicht für deren dunkle und rathselhaste Schwerfälligkeit und fast gesuchte Jncorrectheit als Vorgänger gelten kann 6), sondern auch in-seinen Verserklärungen vermißt man nur zu häufig die grammatische Strenge, ja zuweilen ist es geradezu ein Verspotten der gewöhnlichsten grammatischen Regeln. Mag hier auch Manches von ihm nicht als grammatische Ableitung, sondern als Erläuterung vermöge der Verwandtschaft der Stämme betrachtet werden, so entsteht doch durch solches Aufheben aller festen Bestimmungen ein Schwanken und eine Willkürlichkeit, die dem Bibelwort alle Sicherheit raubt. Als geringfügig mag betrachtet werden, wenn er z. B. u. 212^1 combimrt?), r) Das. Nr. 25. 26. 45 u. 71. 2) Das. Nr. 11. 3) Nach Klmchi z. St. ebenso ms. Doo. IsM, hingegen m dm Polyglotten isMdheißt: beladen. 4) Vergl. über E. E. 1 M. so, 37; LN"! 3 M, 11, 18 u. a. a.!O. - 6) Shefath Zetter Nr. 74. «) E. E. Koheleth 5, 1.?) Zefeth bei Munk rä<1> S. 114 u. E. F. 1 M. 1, L.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.