Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 14)
- Language
- German
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274 Recenswnen Es waren demnach sicher die Karäer die ersten, welche auf Feststellung grammatischer Regeln sorgfältige Aufmerksamkeit richteten, sowie denn schon Zefeth die Grammatiker und zwar mit dem Kunstnämen, der ihnen später blieb,' ) ausdrücklich nennt *), und wenn die Grammatik auch noch in ihrer ersten Zugend bleiben mochte, und die altern Karäer in ihrem Streben nach Unabhängigkeit in manche Unrichtigkeit verfallen sein mögen, wegen deren sie dann von später« Nabbinm derb genug getadelt werden 2), so waren theils diese Erstlingsversuche nöthig, um nach und nach eine festere Grundlage zu gewinnet!, theils sind die Verstöße, welche sich selbst der Wissenschaft huldigende Nabdenn diese sind entweder wirkliche Berdoppelnttgsdagesch wie (Ezech. 16, 4) nnd/dergl., oder Mappik, o. h. Zeichen, daß das Nesch seinen Voeal behält und nicht den Voeal des folgenden schwachen Buchstaben annimmt, wie (1 Sam. io, 24. 17, 25. 2 K. 6, 32) und (1 S. 1, 6), wo also har-i, nicht ha-ri, gelesen werden soll, während z. B. bei (4M. L6, 7 u. a. O.) das Schewa unter dem Nesch wegfällt und es das Schurek das Alef an sich zieht, also ha-ru, nicht har-u (vergl. Heidenheim! Anm. zumVEn ha-Kore a. a. O.). TL^se für die Punktzeichen sehr wichtige Bemerkung mag hier btos soweit angedeutet werden, um eine falsche Erklärung zu verhindern, verdient aber anderswo eine ausführliche Erörterung. 3) Die dritte CLasse bilden nun die übrigbleibenden zwölf einfachen Buchstaben (TE-ilLD, aufgezählt e. 5 § 1). Eine zweite Emtheilrmg ist die bekannte nach den fünf Sprachwerkzeugen, aus denen die einzelnen Buchstaben hervorgehen, ohne daß jedoch die.einzelnen Organe genannt würden, wie sie übrigens bei den spätern Grammatikern festgehalten wird MlOlfD e. 2 § 3) — r) Munk in den israll Annalen 1841 Nr. 10 S. 76^ 2) So erklärt Ben-Sita, ein Zeitgenosse des Saadias, ' (2 M. 20, 21) von Entweihung, allein mit Recht bemerkt dagegen E< E. z. St., es müsse dann heißen, und verfolgt ihn mit geißelndem Spotte: „da glaubt Ben-Sita auf der Leiter der Weisheit mit seinen Thorheiten sich emporzuheben, da ward seine Blöße aufgedeckt; so muß es jedem Ketzer ergehen, der den Alten nicht trauen will,"