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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 272

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Zur Entwickelungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde, biblischen Exegese und hebräischen Dichtkunst unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 272 (sequence 12)
Language
German
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272 Recensionen Aussprüchen und Behauptungen aber fast ganz ignorirt ward, alle Ausdrücke, welche Gott entweder körperliche Gestalt oder sinnliche Eigenschaften beilegen, sowie überhaupt das Übersinnliche in das Gebiet des Sinnlichen herabziehen, dieses Elements zu entkleiden durch die Annahme, es sei hier blos bildliche Darstellung; doch gingen sie darin nicht so weit, alles Derartige als bildlich vollständig auszuscheiden) wie dies die spätere mehr spekulative Richtung thut, sondern sie begnügen sich damit, von Gott selbst diese sinnlichen Vorgänge wegzunchmen und lassen Lheilweise dieselben mit einem von Gott geschaffenen Lichte, einer von den Engeln angenommenen Hülle geschehen '). So ist auch ihre Auffassung des menschlichen Geistes noch eine rohe; als das am Menschen, welches der einstigen Vergeltung unterliegt, also als das Unvergängliche im Menschen betrachten sie, namentlich der alte Benjamin Neh^awendi, die-— Gebeine indem sie sich auf Stellen beziehen, wie: ihre Sünde ruht auf ihren Gebeinen (Ezech. 32, 27), alle meine Gebeine sprechen: Gott, wer ist wie du? (Ps. 35, 10), sowie auch darauf, daß die Jabeschiten nur die Gebeine Saul's und seiner Kinder begraben, während sie den übrigen Körper verbrannt haben sl S. 31, 12 u. 13j 2). Viel glücklicher aber waren sie in dem Aufsuchen des natürlichen Wortsinnes der Bibel; das ihnen als ihre Hauptaufgabe zur Feststellung der gültigen Vorschriften erscheinen mußte, und das für sie von allen Hindernissen,- welche eine bereits voraus feststehende Fassungsweise den Nabbinen auferlegte, befreit war. Das Streben, den natürlichen Sinn der Bibel aufzufinden, andern Deutungen gegenüber zu behaupten und deren Unrichtigkeit nachzuweisen, führte nothwendig auf sorgfältige grammatische Studien, in denen sie durch die sorgsame Pflege der Araber für ihre dem Hebräischen so verwandte Sprache trefflich unterstützt wurden. Grammatische Studien im eigentlichen Sinne des Wortes waren der vorkaräischen Zeit ganz fremd; die Bekanntschaft mit der Sprache ergab sich aus der Vertrautheit mit den Schriften und aus den Nachklängen, welche die Sprache noch im Leben zurückgelaffen. Als daher die ,Bibel Bergt. Dod Mordokhai c. 4. 2)'Saadias in Emunoth we-De'oth VI, 4 (eck. Berlin 66 ad).

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