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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 248

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
Date
1844-01-01
Page
Seite 248 (sequence 15)
Language
German
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248 V. Das Verhältniß des Ausdruck, die Schrift bedient sich gewöhnlicher Redeweise," und für die entgegenstehende Meinung des 'Akiba hat sie den Ausdruck „diese Redeweift zeigt Erweis an" (vergl. außer der bereits angeführten Stelle noch Schabbath 19, 2, 5. 30 I) 6c!. Sklow). Sie beschränkt aber diesen Streit -nicht auf Fälle, in welchen der Infinitiv vor dem Vorbum ünitum überflüssig steht, sondern sie zieht auch andere scheinbare Pleonasmen hierher, .so 1) die Wiederholung desselben Stammes in Verbum und Nomen, z. V. (j. Nedarim 1, 1 k. 1 u 66. Amsterd.)) 2) die scheinbar überflüssige Wiederholung desselben Wortes nach einem Zwischenräume, wie 4 M. 5, 24, wiederholt V. 27 (j. Shotah 5, 1, k. 10b), 3) die Wieder- ' holung derselben Phrase, die aber, richtig aufgefaßt, distributive Bedeutung hat und deßhalb sprachlich nothwendig ist, wie "1,^' je ein Mann (4 M. 13, 2, j. Shotah 7, 5 k. 18 u), 4) das Nebeneinandervorkommen zweier Ausdrücke für ein und dasselbe, z. V. M (5 M. 21, 7, j.'Shotah 8, 1 k. 19 u) —So verwandeln sich auch zuweilen die von der Varaitha als bloße Andeutungen bezeichnten Bibelstellen in wirkliche Belege (vergl. z. B. Mekhiltha Anfang mit j. Makkhoth 2, 7 k. 8 b und 9 u) Sifra Nr. 8 mit j. Shotah 3, 4 k. 7 K). Allein abgerechnet dieses unumgänglich nothwendige Weiterhinausgehen in der bereits ftstgewordenen Richtung bleibt der ganze Standpunkt doch derselbe, und das eregetische Bewußtsein erhält keinen Alttrieb zur Aufklärung, es zeigt sich keine Ahnung von einem Zwiespalte zwischen dem natürlichen Sinne und dem Deutungsverfahren) letzteres bleibt als das einzig unbestrittene in seinem Rechte. Daher kennt auch die jerus. Gemara den Ausdruck AAD nicht in dem Sinne „einfach Auf andere Falle, die nicht wenigstens eine gewisse Analogie mit der ursprünglichen Anwendung in den Baraitha's haben, darf diese Differenz nicht ausgedehnt werden, und mit Recht tadelt daher Moscheh Margalith in TWN Zu j. Shotah 5, 2k. 14a den Verfasser des jINs), wenn dieser einen zu umfassenden Gebrauch davon machen wist.

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