Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 7)
- Language
- German
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240 V. Das Verhältnis de^ natürlichen Schriftsinnes mungen auf^ustellm*). -7- Häufiger kommt noch das Festhqlten am gewöhnlichen Sinne bei einzelnen Stellen vor, ohne daß jedoch das Verfahren, im Allgemeinen aufgegeben fei; im Gegentheile wird an andern Orten dasselbe, ohne daß darin ein Widerspruch anerkannt wird, als unerläßlich betrachtet. So wird zuwellen das Vorkommen zweier gleichbedeutender Ausdrücke zusammen oder an verschiedenen Orten desselben Gesetzes als bloßer Pleonasmus oder als beliebige Abwechselung unbeachtet gelassen, so der Gebrauch von ML/u. "sDP u. 2^2, ». ^,2^ u, 2OW u. was mit dem Grundsätze bezeichnet wird: „die Schrift bedient sich verschiedener Ausdrücke (ohne daß der Inhalt damit erweitert oder verändert Werde)," was aber auch da nicht von allen Lehrern zugestanden wird (vergl. Sifte UAH, I. -Nr. 23 eck. D.). Desgleichen wird dem gewöhnlichen Pressen des Ausdruckes, der strengen Buchstäblichkeit gegenüber, namentlich wenn die nähere Bestimmung, welche daraus folgen könnte, durch anderweitige Deutung beseitigt ist, der Grundsatz geltend gemacht, daß die Schrift das gewöhnlich Vorkommende annehme, ohne damit das Ungewöhnlichere, wenn es in demselben Verhältnisse steht, ausschtießen zu wollen; die Ausdrücke, deren sich die Baraitha dafür bedient, sind: W oder ,-jM2 21N2N 22N, N2D N22N 5"> So wird 2 M. 12, 4 vorgeschrieben, daß wenn das Peßachlamm für eine Familie zu viel sein sollte, die benachbarte Familie, sich mit dieser zu solchem Zwecke, vereinigen könne; allein auch eine nicht benachbarte, nicht räumlich verbundene kann mit einer andern Familie ein Lamm zusammen nehmen, und der Ausdruck „Nachbar" wird hier nur deshalb gebraucht, weil es so gewöhnlich ist (Mekhiltha UH c. 3). 2 M. 22, 19 wird verboten, die Wittwe und die Waise zu peinigen) natürlich ist cs auch gegen andere Personen nicht gestattet,, jedoch ' SifreNr: 131 eck. D. —