Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Verhältniß des natürlichen Schriftsinnes zur thalmudischen Schriftdeutung
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 6)
- Language
- German
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zur thatmudischen Schriftdeutung. Eine Skizze» 239 furch 1811 I. Nr. 73). So befestigte - sich das Verfahren künstlicher und gezwungener Schriftdeutung unter den Mischnah'lchrern und nur Lei einzelnen Gattungen dieser Methode zeigten sich einige Lehrer .abweichend, die ganze Gattung verwerfend; so verwirft Jsmael — doch vielleicht nicht überall —> das Verfahren, die Wiederholung des Infinitivs vor dem Verkmn ünitum zu lieft n der n Deutungen zu verwenden und stellt dem entgegen den Grundsatz auf: 218 MD MM „die Schrift bedient sich der üblichen Redeweise*) (vergl. z. B. Sifra c. 3, 2 1. 199 b scl. D.; Sifra I. Nr. 112 eö. D. u. a. O. u. vergl. oben S. 79); ft verwirft auch Rabbi das Verfahren, aus dem Znfammenst'chn der einzelnen Abschnitte gewisse Beziehungen herausznfinden und darnach neue gesetzliche Bestim- 1 Wo sonst in der Baraitha diese Formel vorkommt, da ist es blos Fehler unserer Ausgaben. So steht bei uns in Sifra c. 10. <f. 203 d eä. D.) in Bezug auf die Verschiedenheit der AnsdrUcke 2O8N i>82V' '12 18, 2222 282'^' '12 28 und dgl. im N.ime» des N- Joße: 211V^2 228 '12 NL'^2 N212 N222 lN227l'? N22N. „die Schrift bedient,sich nach Art der gewöhnlichen Redeweise verschiedener Ausdrücke, und alle bedürfen der Deutung." Man sieht schon von selbst, daß beide Sätze einander widersprechen und ist geneigt,/die Worte 2""!k zu streichen, und wirklich hat weder Jalkut (I. Nr. 618), noch Tobia b. Eli'eser in (eä. Ven. 25 ä), die beide die Stelle anführeu, die verdächtigen Worte; Aharon b. Chajim in .-INK aber hat dies übersehen. Sifra (eä. D. II. Nr. 34) wirs der Ausdruck 5M.6,8: die Stelle zu lesen, wenn man sich niederlegt u. wenn man aufsteht, dahin gedeutete daß dies die Zeit des Abends und des Morgens anzeige, wo man sich nisderzulegen und aufzustehen pflege, und der Meinung gegenüber, welche etwa die Worte streng buchstäblich deuten wolle und annehmen, daß, so oft man aufstehe, wenn dies auch mitten in der Nacht sei, und so oft man sich niedertege, wenn auch mitten am Tage, die Pflicht des Schemalesens Statt finde, wird ent» gegengesetzt: 228 '12 PL^2 N21N N222 ^28 122 »die Schrift nimmt den gewöhnlichen Fall an, nach der üblichen Redeweise;" auch hier haben wir blos eine falsche Lesart, Jalkut (I. Nr. 842) liest die drei letzten Worte nicht, Tobia a. a. O. (eä. V. 69 rr) hat: N N Olk l-W. —