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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 2 · p. Seite 232

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 2
Article
Bruno Bauer und die Juden
Date
1844-01-01
Page
Seite 232 (sequence 34)
Language
German
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232 IV. Bruno Bauer und die Juden. das Gedeihen der Staaten?" Daß sie in denselben ebenso nützliche Mitglieder sind wie die Bekenner irgend einer Konfession, wenn sie die Wohlthaten des Staatsverbandes genießen; daß der Staat sein Gesammtwohl untergräbt, wenn er das Glück einer einzelnen Classe, also auch der Juden, mordet, daß er an seiner Gesundheit Schaden leidet, wenn er sie zu Kranken macht; daß er seinen eignen Wohlstand gefährdet, wenn er betriebsame Bürger, und seien dies sogar Juden, aus dem Lande jagt: Das ist das Einzige, was behauptet wird, mit Recht behauptet wird, alles Übrige ist vom Argen, nämlich Zuthat vom argen Feinde, um gegen diese selbstgemachte Zuthat besser kämpfen zu können. S p a n i e n u n d P o l e n. Es bedarf also keines nähern Eingehens in den Windmühlenkampf des ritterlichen Bauer gegen die Meinung, Spanien fei gesunken, weil „die allerkatholischsten Majestäten die betriebsame, thätige und aufgeklärte jüdische 'Bevölkerung ^u dem Erik verdammt haben." Nichtig ist, daß ein Staat, indem er nützliche Kräfte hinauswirft, ebenso seinem Wohlstände schadet, wie im Gegentheile der ihm aufhilst, der sie aufnimmt, also Spanien durch dis Vertreibung der Juden und Frankreich durch Vertreibung der Hugenotten ebensowohl am eigenen Staatswohle gerüttelt haben, wie Italien und die Türkei, namentlich aber später Holland durch gastliche Ausnahme der spanischen und Preußen durch die der französischen Flüchtlinge dem Lande genützt haben. Aber durch diesen einzelnen Act wäre die Grundfeste der Staaten nicht erschüttert worden. Gesetzt, ein Erdbeben oder anderes Ungemach hätte gerade die Juden in Spanien vernichtet: das Land hätte wohl einen Verlust erlitten, aber es hätte sich bald wieder erholt. Ich stimme also hier ganz mit Herrn Bauer überein, wenn er sagt: „Spanien ist nicht deshalb gesunken, weil ihm die jüdische Bevölkerung fehlte, sondern weil die Intoleranz, Unfreiheit und Berfolgungssucht das Princip seiner Regierung war." Aber die Vertreibung

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