Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bruno Bauer und die Juden
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 215 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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IV.- Bruno Bauer und die Juden. 2!ö ^1. A l l g e m e i n e E i n w e n d ü n g e n. Trotzdem, nun , daß die Grundsätze, auf welchen das Emam ripationsvcrlangen beruht, irr oer nothwendigen Entwickelung der Menschheit und der Staaten wurzeln, versuchte mau doch dieselben als irrig darzustellen und abzuweisen. Der kurzen, aber harten Abfertigung der Gewalt, des Privilegiums, des Hasses konnte man allerdings nicht entgegentreten) allein wenn unser Bestreben als ein unvernünftiges nach- und abgewiesen werden sollte, da wurden wir nicht müde und dursten wir nicht müde werden, zu zeigen, daß diese vornehme.Hvhe, am die man sich hinaufgeschraubt, eine schwindelnde, aller Basis entbehrend sei, daß die Vernunft, in deren Namen man gegen uns sprach, uns selbst die Thorheit unsers Unternehmens beweisen wollte, mit Sophistik verwechselt werde, und es' ist unsere, ja eines siede): Wahrheitsfrenndes Pflicht, in diese-Jrrgänge des menschlichen Geistes einzudringen, ihn von dort, wohin er verstockt worden, zu befreien und auf die gerade Bahn zurückz-usühreu. Versuchen wir dies nun mit Bauer's Einwürfen! , . Es ist nachgewiesen, daß die Worte, „Freiheit, Rechte der Menschheit, Emaneipation" mit vollstem Rechte gebraucht wurden, wenn es sich darum handelte, die Stellung der Inden in dem wohlgeordneten modernen Staate zu begründen. Leer jedoch wäre der Anspruch um Vergütung eines tausendjährigen Unrechts, wenn er das. Ansinnen ausdrücken sollte, . daß dem, welcher das lange Unrecht erduldet, nun noch ein besonderes Geschenk über Recht und Verdienst hinaus ertheilt werde, damit er denn für die frühen: Leiden einen Ersatz finde)'einen überslleßenden Gnadenschatz kennt die Geschichte nicht, höher als das Recht und höher als die möglichste Aneignung desselben nach der persönlichen Tüchtigkeit giebt es nichts in den Beziehungen der menschlichen Gesellschaft. In der That sollte aber auch diese „Vergütung eines tausendjährigen Unrechts" in nichts Anderem bestehen als in der Aufhebung dieses Unrechts, keineswegs aber sim der Ertheilung eines Vorzugs, und so war höchstens der Ausdruck ein falscher, aber der Sinn.-ganz entsprechend, wenn er bei der Frage über die Stellung der Juden angewendet wurde. Und eben weil